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Watzmann Therme und Markenprozess

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2017 wird laut TRBK-Verbandsvorsitzenden Franz Rasp ein Jahr der Entscheidungen. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – In seinem Jahresbericht hat Franz Rasp, Vorsitzender des Zweckverbands Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK), »richtungsweisende Entscheidungen« für das Jahr 2017 angekündigt. Vorne dran steht die Watzmann Therme, die sich in einem schwierigen Umfeld befindet. Stolz ist er hingegen darauf, dass Berchtesgaden mittlerweile zu den top Ringerstätten im ganzen Bundesgebiet zählt.


Positive Rückmeldungen von allen Seiten gebe es hinsichtlich des Kongresshausumbaus, der mittlerweile abgeschlossen ist. Mehrere Millionen Euro wurden in das Gebäude im Herzen des Marktes Berchtesgaden gesteckt, das nun als »attraktive Räumlichkeit« dasteht. »Wir sind im Wesentlichen im Kostenrahmen geblieben«, so Rasp. Zufrieden sei man im Zweckverband mit der neuen Gastronomie, die zum frisch gestalteten Vorplatz hin ausgerichtet ist und auf gute Resonanz stoße. Auch die neue Touristinfo im vorderen Teil des Kongresshauses stoße auf viel Zuspruch. Ebenfalls ist Anfang des Jahres die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) in das Obergeschoss des Bauwerks gezogen – weg vom ursprünglichen Standort am Bahnhof in neue, modern gestaltete Räumlichkeiten in den Markt.

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Die Berchtesgadener Ringer, die vor Jahrzehnten dank guter sportlicher Leistungen hoch im Kurs standen, sind derzeit dabei, das Ringen im Talkessel und darüber hinaus zu einer der beliebtesten Sportarten avancieren zu lassen. Nachdem bis vor einigen Jahren in der Turnhalle an der Breitwiese gerungen wurde, ist nun das neue Kongresshaus Austragungsstätte für die Ringer. »Wir sind mittlerweile die zuschauerstärkste Ringerstätte in ganz Deutschland«, sagte der Verbandsvorsitzende. Allein bei den vergangenen Veranstaltungen waren immer über 1 000 Besucher gekommen, die gegen Eintritt spannende Duelle erwarten durften.

Lob gab es vom Vorsitzenden für die Gastgeber des Zweckverbandes, die »gute Arbeit verrichten.« Allerdings müsse man in diesem Bereich die Margen weiterhin erhöhen und einen »vernünftigen Preis für gute Qualität« verlangen. In Sachen Watzmann Therme regiert weiterhin Skepsis. Nicht etwa, weil die Zahlen für 2016 wieder besser sind als die des Vorjahres. Vielmehr, weil in Salzburg das Paracelsus-Bad angekündigt wurde. Ab Frühjahr wird es gebaut, fertig werden soll es 2019. Auch wenn die Schließung der Watzmann Therme vom Tisch sei, wird 2017 neu verhandelt. Anhand der dann vorliegenden Zahlen werde beschlossen, ob das Bad für eine Millionensumme modernisiert werde. Rasp kündigte an, die Diskussion »transparent und in aller Öffentlichkeit zu führen.« Man müsse den »richtigen und nicht den einfachen Weg gehen.« Und auch in Sachen Dokumentation Obersalzberg wird 2017 ein bedeutsames Jahr werden: Im Frühjahr findet der Spatenstich statt, über 21 Millionen Euro wurden verplant. »Sehr teuer« nennt das Rasp, jedoch sei die Einrichtung »weltweit beachtet«. Rasp kündigte an, dass bis Juni alle politischen Beschlüsse im langwierigen Markenprozess abgeschlossen sein werden. Aktuell arbeite man mit der BGLT an der Logoentwicklung innerhalb des landkreisumfassenden Markenprozesses. »Das Konzept für einheitliche Webseiten steht auch schon«, sagte Rasp. Kilian Pfeiffer