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Wegen Birkhuhnbalz: Jennerbahn-Eröffnung doch erst 2019

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Die Jennerbahn wird erst 2019 fertiggestellt sein. (Foto: Pfeiffer)
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Foto: Pfeiffer

Schönau am Königssee – Die neue Jennerbahn wird in diesem Jahr nicht mehr eröffnet werden können, wie Schönaus Bürgermeister Hannes Rasp auf der Bürgerversammlung im Gasthaus »Unterstein« der Öffentlichkeit verriet. Grund dafür sei die Birkhuhnbalz, die den Weiterbau an der Bergstation behindere.


Seit 24. März steht die Baustelle an der Bergstation des Jenners still. Lediglich an der Mittelstation und im Tal wird derzeit gearbeitet. »Es war nicht möglich, mit den Naturschutzbehörden und -verbänden eine Lösung zu erzielen, damit durchgearbeitet werden kann«, so Rasp.

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Der Streit mit Naturschutzvertretern des Bundes Naturschutz hatte bereits im vergangenen Jahr zu einer Niederlegung der Arbeit geführt, Gerichtstermine folgten. Nun ruht die Großbaustelle erneut, selbst die Einbindung der bayerischen Umweltministerin brachte keine Fortschritte. »Die Baustelle wird länger ruhen, denn die Balz dauert bis Ende Mai, Anfang Juni«, so Rasp. Die Verantwortlichen seien davon ausgegangen, die Jennerbahn noch 2018 fertigstellen zu können und für den Skibetrieb gewappnet zu sein. »Wegen der Verzögerungen können wir erst im kommenden Jahr, wahrscheinlich im Frühjahr, komplett eröffnen«, so Rasp. Dennoch plane man ab 4. August einen Teilbetrieb von der Tal- bis zur Mittelstation. Im Winter soll es einen eingeschränkten Skibetrieb geben, etwa am neuen Krautkaserlift.

An der Tal- und Mittelstation ist man laut Bürgermeister Rasp im Zeitplan. Ein großes Sportgeschäft soll bereits bis Anfang Mai eröffnet werden. Im Frühsommer sollen die Außenanlagen abgeschlossen sein. Derzeit arbeitet man an der Umsetzung der Steinfassaden. Auch die Streckenarbeiten zwischen Tal- und Mittelstation gehen voran. Mit den ersten Gondeln wurden bereits Einstellungsfahrten durchgeführt und auch die neuen Sesselbahnen rund um den Mitterkaser und die Jennerwiese befinden sich im Zeitplan.

Zeitgleich möchte man bis Mitte Juni den Ausbau der Jennerbahnstraße forcieren. Nicht nur die umliegenden Hotels und Pensionen sollen erschlossen werden, auch will man die Fußgängerzonen mit einem Granitbelag abschließen. »Spaziergänger sollen bevorrechtigt sein«, so Rasp. Ziel sei es, ein einheitliches Erscheinungsbild herzustellen, das sich von der Jennerbahn über den Großraumparkplatz bis zur Seelände erstreckt. »Unser Ziel in den nächsten Jahren wird es sein, den Ausbau bis zur Kunsteisbahn am Königssee fortzusetzen«, informierte der Bürgermeister. Kilian Pfeiffer