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Foto: Pixabay/Symbolbild

Weichenstellung für neue Grundsteuer

Berchtesgadener Land – Seit dem 1. Juli sind die Eigentümer von Grundbesitz gefordert, für ihre bebauten und auch für ihre unbebauten Grundstücke beim zuständigen Finanzamt eine Grundsteuer-Erklärung einzureichen. Letzter Termin für die Einreichung ist der 31. Oktober 2022. Darauf hat der für die heimischen Landkreise zuständige Regionalverband vom Bund der Steuerzahler jetzt hingewiesen.


Regionalverbands-Vorsitzender Hermann Dieter Moosleitner dazu: »Das Thema Grundsteuer war in den letzten Jahren viele Male ein Thema der Gespräche mit dem Bayerischen Finanzminister und den Repräsentanten des Bundes der Steuerzahler.« Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das die lang praktizierte Grundsteuer-Erhebung für verfassungswidrig erklärt hatte, musste eine neue Regelung gefunden werden, die ab dem Jahr 2025 in Kraft tritt.

Besonders intensiv habe man sich dafür eingesetzt, dass in diese bundesgesetzliche Regelung eine Öffnungsklausel für das von Bayerns Finanzminister Albert Füracker konzipierte bayerische Modell aufgenommen wird, erinnert Moosleitner. Dies war erfolgreich. Das bringe den Bürgern in Bayern einen großen Vorteil. Anders als beim Bundesmodell müssten sie für ihre Grundstücke nämlich nur einmal, nämlich jetzt, eine Grundsteuer-Erklärung abgeben. In anderen Bundesländern werde meist wesentlich komplizierter verfahren.

Bis einschließlich 2024 wird die Grundsteuer noch nach der bisherigen Regelung festgesetzt. Ab 2025 wird die neue Grundsteuerberechnung angewandt, die auf der Grundlage der jetzt bis 31. Oktober abzugebenden Erklärung erfolgen wird. Diese neue Grundsteuer wird in Bayern ausschließlich an physischen Größen wie der Grundstücks- und Gebäudefläche sowie an der Gebäude-Nutzung ausgerechnet. »Steuererhöhungen durch die Hintertür, also allein aufgrund eines ständig steigenden Preisniveaus bei Immobilien, wird es in Bayern deshalb nicht geben«, verdeutlicht Regionalverbands-Vorsitzender Moosleitner. Der Bund der Steuerzahler hatte in den vergangenen Jahren sowohl die Länderlösung als auch das gefundene Konzept, das in Bayern angewandt wird, mit Argumenten seines wissenschaftlichen Institutes erfolgreich unterstützt.

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