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Wenn der Milchmann Wasser bringt

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Bei den Königsbachalmen wurde das Wasser vom Milchwagen in Behälter umgefüllt und für den weiteren Transport mit dem Unimog gerüstet. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Während Wanderer einen Bilderbuchsommer genossen, bereitete die anhaltende Hitzewelle selbst auf über 1700 Höhenmeter Probleme. Es herrschte Wassermangel auf den Almen. Die Molkerei Berchtesgadener Land reagierte auf diesen Notstand, sprang kurzzeitig für Petrus ein und transportierte mit dem Milchtankwagen Trinkwasser zum Carl-von-Stahl-Haus.

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Während das Wasser im Idealfall als Regen von oben kommt, fand es bei dieser Aktion der besonderen Art einen neuen Weg: 6 300 Liter Trinkwasser der Gemeinde Schönau am Königssee wurden mit einem Milchtankwagen der Molkerei Berchtesgadener Land mit Sitz in Piding hinauf zur Königsbachalm auf 1 190 Höhenmeter transportiert.

Dort in Behälter umgefüllt, wurde das Trinkwasser die letzten gut 500 Höhenmeter mit einem geländegängigen Unimog zur beliebten Alpenvereinshütte Carl-von-Stahl-Haus befördert. Dort kam eine eigens angeschaffte Pumpe zum Einsatz, die das Wasser in Hochbehälter des Stahlhauses beförderte.

Martin Kamhuber war als Milchfahrer bei der Wasserversorgungsaktion beteiligt und kommt beim Gedanken an die eigentlich »verkehrten Umstände« ins Schmunzeln. In der Regel ist er schließlich für den Transport der Bergbauernmilch von den Hochalmen zur Molkerei verantwortlich. In diesem besonderen Fall wurde er vom Milchfahrer zum Wasserlieferant. fb

 

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