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Von der Klinik bis zum Kloster: Auch an Heiligabend ruft für viele die Pflicht

Wenn die anderen feiern

Berchtesgaden – Wenn die anderen am Heiligen Abend feiern, müssen gleichzeitig viele Menschen arbeiten. Sie tun es aber zumeist mit großer Einsatzbereitschaft und viel Idealismus, wie der »Berchtesgadener Anzeiger« bei einigen Besuchen feststellen konnte.

Sigrid Bienek, Martin Brandner, Dr. Ulrich Schellenberger, Maximilian Kuhn, Katrin Aigner und Notarzt Dr. Thomas Heim (v.l.) waren über Weihnachten neben weiteren Beschäftigten in der Kreisklinik Berchtesgaden im Einsatz für die Patienten. (Fotos: Wechslinger)
In der Gastronomie geht es am Heiligen Abend stets hoch her. Auch im Berchtesgadener Gasthaus »Bier Adam« war es ein normaler Arbeitstag.
Die Berchtesgadener Franziskanermönche feierten nach der Heiligen Messe zusammen mit kulinarischen Spezialitäten aus ihrer polnischen Heimat.

So fahren Züge, Busse und Taxis auch in der Heiligen Nacht. In der Gastronomie werden die Abendgäste bekocht und bedient. In den Altersheimen müssen die Menschen ebenfalls wie das ganze Jahr über versorgt werden. Bei vielen Institutionen wie Bergwacht oder Feuerwehr gibt es Bereitschaften, während auch bei der Polizei Dienst geschoben werden muss.

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Keine stille Nacht erleben genauso die Sanitätsdienste, wenn sich auch die Akutkrankheitsfälle in dieser besonderen Nacht zumeist in Grenzen halten. Da sein müssen aber die Ärzte, die Krankenschwestern und die Rettungssanitäter. Und auch in den Kirchen ist die Heilige Nacht nicht nur ruhig. Denn die Christmette muss vorbereitet und durchgeführt werden. Gefordert sind an diesem Tag vor allem auch die Weihnachtsschützen im Berchtesgadener Land. Sie schießen um 15 Uhr zum letzten Mal das Christkind an und rücken dann spät in der Nacht aus, um die Christmette mit ihren Böllerschüssen zu begleiten. Natürlich ist der Heilige Abend ebenso für die Franziskaner-Patres ein ganz besonderer Tag. Sie kamen nach der Abendmesse zum gemeinsamen Abendessen zusammen, bei dem es zwölf verschiedene Spezialitäten aus ihrer polnischen Heimat gab. Christian Wechslinger