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Wenn die Seele um Hilfe schreit

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Marktschellenberg – »Symptome sind keine Feinde, sondern psychologische Wegweiser«, so lautete das Thema eines Vortrages am Mittwoch im Rahmen der Marktschellenberger Gesundheitswochen. »Krankheit ist der Notschrei der beleidigten Seele«, mahnte der Psychotherapeut und Analytiker Dr. Leo Prothmann und brachte damit 23 interessierte Zuhörer zum Nachdenken und Mitdiskutieren.


Wichtig bei seelischen Erkrankungen ist zu verstehen, warum es dem Betroffenen schlecht geht. »Wo liegt meine Anfälligkeit, welche Krankheiten habe ich oft, was bedrückt mich – und wie äußert sich das?«, erklärte der Salzburger Therapeut. Viele körperliche Leiden seien demnach Folgen seelischer Verletzungen, die man annehmen und verstehen muss.

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Frust, Angst, Einsamkeit und Trauer seien Empfindungen, die man spüre, wenn die Seele krank werde. Ignoriert man diese Zeichen, treten nach und nach körperliche Symptome auf wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme. Sich Hilfe zu suchen und anzunehmen, sei der erste Schritt.

Wie schon beim Vortrag am Montag, den Prothmanns Frau Waltraud über die Astrologie und Psychosomatik gehalten hatte (wir berichteten), lautete auch an diesem Abend die Hauptaussage: »Je besser ich mich kenne, desto gesünder und glücklicher bin ich.« Sinn und Zweck sei nicht das Loswerden der Probleme, sondern die Arbeit an der Lösung zum Glücklichwerden.

Nach dem Vortrag gab es die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder von eigenen Erfahrungen zu berichten. Daraus ergab sich eine lockere Gesprächsrunde, wobei das Ehepaar Prothmann sympathisch und kompetent Rede und Antwort gab.

»So sollen Gesundheitswochen sein: ein reger Austausch der Beteiligten untereinander, sich dadurch mit sich und seinem Körper und Geist auseinandersetzen«, freute sich Veranstalterin Dr. Anneliese Heidegger. Mit dem Satz »Den Mensch in die Sonne der Liebe und Hoffnung legen, dann ist die Seele gesund«, verabschiedete sich das Ehepaar Prothmann. Susann Marschner