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Wer kennt die Melodie?

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Der Text ist bekannt. Aber wie geht die Melodie zu diesem Kirchenlied. Über Hinweise freut sich die »Anzeiger«-Redaktion. Anzeiger-Grafik

Schönau am Königssee – Es ist ein besonderes Jubiläum: Heuer sind es 250 Jahre, dass das Bild der »Schmerzhaften Muttergottes unter dem Stein« in der von 1760 bis 1763 erbauten Schornkapelle in einen eigenen Altar übertragen wurde. Und damit die Reihe der bereits bestehenden Wallfahrten zur Ährenmadonna in der Franziskanerkirche, in die Gern, nach Ettenberg und Kunterweg fortgesetzt wurde. Diesem Muttergottesbild wurde sogar ein Lied gewidmet. Doch da gibt es ein Problem: Niemand kennt die Melodie. Doch die »Anzeiger«-Leser können bestimmt helfen.


Der Erbauer der Pfarrkirche in Unterstein, der von 1927 bis 1936 dort tätige Expositus Stefan Fuchs, hat das »Lied zur hl. Mutter Gottes unterm Stein« verfasst. »Es ist ein inhaltlich tief gehendes, literarisch vorzügliches Werk, das ihn im sicheren Besitz der im 19. Jahrhundert entwickelten Dichtersprache zeigt. Der Text ist ein Beweis dafür, dass Fuchs am Domgymnasium in Freising eine exzellente Bildung erhalten hat. Der Deutschunterricht muss ausgezeichnet gewesen sein«, sagt Peter Mayr.

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Und er muss es wissen. Denn Peter Mayr erforscht die Geschichte des Gnadenbildes. Und die des dazugehörigen Liedes. Trotz intensiver Recherchen konnte Mayr dem Pfarrgemeinderat aber bis jetzt keine Melodie vorsingen. Doch Mayr gibt nicht auf.

Er ist sich sicher: »Da die drei Strophen als Lied bezeichnet werden, liegt die Vermutung nahe, dass es eine Melodie dazu gegeben hat.« Die kürzlich verstorbene Mesnerin Fini Pfnür habe diese Frage vorsichtig bejaht, konnte sich aber an eine konkrete Melodie nicht erinnern. Auch im Archiv der Pfarrei, der Gemeinde und der Erzdiözese war nichts zu finden.

Jetzt ist also die Hilfe der »Anzeiger«-Leserinnen und -Leser gefragt. Wer kennt die Melodie des Liedes »Zur hl. Mutter Gottes unterm Stein«? Oder gibt es irgendwo sogar ein Notenblatt dazu? Hinweise nimmt die »Anzeiger«-Redaktion unter Telefon 08652/958422 oder per E-Mail an redaktion@berchtesgadener-anzeiger.de entgegen. Christian Fischer