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Wer nicht hören will… wird festgenommen

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Bad Reichenhall – Die Bundespolizei hat am Dienstag einen Somalier auf der Autobahn Salzburg–München wegen Schleusungsverdachts festgenommen. Der Afrikaner wird beschuldigt, drei Landsleute illegal über die Grenze gebracht zu haben. Nur wenige Stunden zuvor war dem Mann von Bundespolizisten geraten worden, die geplante Reise nach Österreich und wieder zurück nicht wie beabsichtigt durchzuführen. Die Hinweise der Beamten stießen offenbar nicht auf Interesse.


Auf Höhe Schwarzbach kontrollierte die Bundespolizei die Insassen eines in Deutschland zugelassenen Autos. Am Steuer saß ein somalischer Staatsangehöriger. Er konnte sich mit einem deutschen Flüchtlingspass ausweisen. Seine drei Begleiter führten die erforderlichen Einreisepapiere nicht mit.

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Schnell stellte sich heraus, dass der Fahrzeugführer und zwei seiner Mitfahrer, 24 und 25 Jahre alt, am selben Tag auf der A 8 bei Irschenberg bereits einer Kontrolle unterzogen worden waren. Sie hatten sich auf den Weg in Richtung Salzburg gemacht. Da die somalischen Begleiter zwar in der Bundesrepublik registriert sind und sich im Land aufhalten dürfen, aber über keine Reisepapiere verfügen, hatten die Beamten ihnen dringend von der Fahrt nach Österreich abgeraten. Diesem Hinweis sind die Somalier nicht gefolgt, denn nur Stunden später wurde der Wagen mit den Afrikanern bei der Rückkehr nach Deutschland auf der A 8 bei Schwarzbach gestoppt. Nun befand sich auch noch eine junge Frau im Auto. Über die erforderlichen Papiere verfügte die 19-Jährige, die ebenfalls aus Somalia stammt, nicht.

Der 24-jährige Fahrzeugführer erhielt eine Strafanzeige wegen Einschleusens von Ausländern. Seine drei Mitfahrer wurden jeweils wegen unerlaubter Einreise angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der in Hessen wohnhafte mutmaßliche Schleuser die Heimreise antreten. Die zwei Männer, die ihn begleiteten, müssen sich bei der für sie zuständigen Ausländerbehörde melden. Der Somalierin wurde die Einreise verweigert. Da sie keine Schutz- oder Asylgründe anführen konnte, ist sie nach Österreich zurückgewiesen worden. fb