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Steigende Zahl von Campern drängt Gemeinde zum Handeln

Wilde Camper in Bischofswiesen

Für Camper, wie hier in Schönau am Königssee, möchte die Gemeinde Bischofswiesen mehr tun. Geplant ist etwa eine Tankstation. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Bischofswiesen – 15 bis 20 »wilde« Camper haben sich zur Zeit auf einem Privatgrundstück in Bischofswiesen angesiedelt. Darauf machte Josef Pletzer (CSU) in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend aufmerksam.


Bürgermeister Thomas Weber erklärte, die Gemeinde habe keine Handlungsmöglichkeiten, wenn es sich um einen Privatgrund handle. Auf Vorschlag von CSU-Fraktionssprecher Bernhard Heitauer erklärte Weber jedoch, über die Einrichtung einer Tankstation für Camping-Reisende nachzudenken. Diesen solle eine praktische Möglichkeit geboten werden, Müll und Abwasser umweltgerecht zu entsorgen. Man wolle aber als Kommune nicht zu sehr auf die kommerzielle Schiene gehen.

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In Bad Reichenhall beispielsweise gibt es bereits eine solche Tankstation, erklärte SPD-Fraktionssprecher Hans Metzenleitner, der die Idee unterstützte. Die steigende Zahl der Camping-Reisenden kann dort ihr Abwasser entleeren und ihre Frischwasserdepots auffüllen, so Heitauer. Auch wenn sie sich nicht in Übernachtungszahlen niederschlügen, seien die Camper doch ein touristischer Faktor, für den man die nötige Infrastruktur bereitstellen müsse.

Zur Frage des »wilden« Campens ergänzte Franz Punz (SPD) es sei mit einem Campingwagen rechtlich jederzeit möglich, auf einem öffentlichen Parkplatz zum Übernachten zu parken. Wer aber sein Vordach ausfahre, Stühle aufstelle und dergleichen mehr, der parke nicht bloß, der campe auch – und dies sei auf normalen Parkplätzen nicht gestattet. Markus Schüssler