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Wilfried Däuber bleibt an der Spitze

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Franz Rasp, Thomas Donaubauer, Gisela Görlich, Jürgen Schmidt, Thomas Vorberg, Maria Stangassinger, Udo Maier und Wilfried Däuber. (Foto: Meister)

Berchtesgaden – Zu Jahresbeginn hatte der Skiklub Berchtesgaden exakt 539 Mitglieder, davon 174 Kinder und Jugendliche. Zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus »Goldener Bär« wurde ein neuer Vorstand gewählt (siehe Kasten). Bis auf wenige Ausnahmen wurde die bisherige Vorstandschaft in ihrem Amt bestätigt.


Der Verein hat alle Aufgaben positiv erfüllt. Mit diesem Satz eröffnete Wilfried Däuber seinen Rückblick auf 2017. Der Winter sei wieder schwierig gewesen und habe spät begonnen. Man habe zu Beginn Veranstaltungen abbrechen müssen oder absagen, wegen Wetterchaos oder gar zu viel Schnee. Als positiv stellte Däuber die Langlauftournee an der Scharitzkehl heraus, bei der über 200 Kinder teilgenommen hätten. Die deutsche Meisterschaft alpin Ende März habe dagegen nur ein Rennen möglich gemacht, obwohl vier vorgesehen waren. Schriftführerin Maria Stangassinger informierte, dass der Skiklub zu Beginn des Jahres exakt 539 Mitglieder hatte, und erwähnte, dass der Verein derzeit über 16 geprüfte Kampfrichter im nordischen wie alpinen Bereich verfüge. Den Reigen der Sportwart-Berichte eröffnete der 2. Sportwart alpin, Sepp Grassl, der über 34 Kinder berichten konnte, die derzeit im Training seien. Für die nordische Abteilung bedauerte Thomas Donaubauer zunächst, dass viele erfolgreiche Klubmitglieder ihre Karrieren beendet hätten. Man habe aber hoffnungsvolle Nachwuchskräfte, wie den 16-jährigen Christian Frank, der in der letzten Saison alles gewonnen habe und den Sprung in den Kader schaffte. Hervorheben wollte Donaubauer auch den Langläufer Sebastian Kistenmacher, der nach langem Krankenstand auf dem besten Wege zur alten Leistung sei. Lob bekam Martin Rasp für seine Kinder- und Jugend-Skischule. Etwa zehn bis 14 Kinder in jeweils vier Alpingruppen würden an den Freitagnachmittag von neun bis zehn Skilehrern betreut.

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Die finanzielle Situation des SKB ist gesund, war das Fazit aus dem Vortrag von Gisela Görlich. Martina Schöddert als Kassenprüferin lobte Görlich für ihre Arbeit. Einstimmig wurden Kassierin wie die gesamte Vorstandschaft entlastet, als Voraussetzung für Neuwahlen.

Neben den Ehrungen (siehe Kasten) gab es noch besondere Auszeichnungen für manche Mitglieder: Helmut Kurz gehört dem SKB bereits seit 60 Jahren an und auf sieben Jahrzehnte brachten es Stefan Aschauer und Hans Holzinger.

Laut Marktbürgermeister Franz Rasp ist der Skisport mehr und mehr zur Gemeinschaftsaufgabe geworden. Die Gemeinde zahle inzwischen die Skilehrer für die Grundschulen und stelle Material zur Verfügung. Das sei nötig, wolle man, dass auch in Zukunft Kinder das Skifahren erlernten. Passende Ketten für das Wiesel auf der Scharitzkehl seien angeschafft worden und im Verein mit dem DSV habe man sich am Kälberstein als Gemeinde engagiert, sodass die Anlagen in einem Top-Zustand seien. Der Bund gebe im Jahr acht Millionen Euro deutschlandweit für alle Sportstätten aus, da ergebe sich, dass man auch im kommunalen Bereich einspringen müsse, obwohl man nur für den Breitensport Voraussetzungen schaffen müsse, Leistungssport sei Sache von Bund und Land.

Robert Leonhard und Bürgermeister Franz Rasp diskutierten abschließend zum Thema Sprungschanzen am Kälberstein. Während Leonhard als ehemaliger Skispringer die Faszination des Skispringens in den Mittelpunkt stellte und das aus seiner Sicht zu geringe Engagement der Gemeinde zum Erhalt der Anlage beklagte, konnte Rasp zwar durchaus die Faszination des Sports nachvollziehen, hatte aber vor allem wirtschaftliche und finanzielle Möglichkeiten der Marktgemeinde im Blick. Auch die Gemeinde sei durchaus am Weiterbetrieb der Schanzen interessiert, könne sich aber im Äußersten für die kleinen Anlagen einsetzen als Sportstätten für die Allgemeinheit, sprich Kinder und Jugendliche. Die großen Schanzen seien Sache des DSV und solange es von dort keine (finanziellen) Signale gebe, könne die Gemeinde nur abwarten.

Mehr Herzblut für die Anlage forderte Leonhard, was Rasp mit dem Bekenntnis konterte, dass die Gemeinde bereits jetzt jährlich einen höheren fünfstelligen Betrag drauflegen müsse. »Wenn wir das nicht mit Herzblut machten, wäre der Kälberstein als Sportstätte längst tot.« Dieter Meister

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