weather-image

Wohnbauwerk BGL investiert 5,4 Millionen Euro

3.5
3.5
Bildtext einblenden
Landrat Georg Grabner, Geschäftsführer Florian Brunner und Bürgermeister Thomas Weber (v.l.) beim Spatenstich für den Neubau des Wohnbauwerks in Bischofswiesen. Sie unterstützen eine Imagekampagne, um zu zeigen, was die deutsche Wohnungswirtschaft für ihre Mieter und die Gesellschaft leistet. (Foto: privat)

Berchtesgadener Land – Rund 5,4 Millionen Euro hat die Wohnbauwerk im Berchtesgadener Land GmbH im Jahr 2016 in den eigenen Wohnungsbestand investiert.


Das wurde jetzt auf der Gesellschafterversammlung bekannt, in der man die Regularien zum Jahresabschluss 2016 behandelte. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Bürgermeister Franz Rasp berichtete Geschäftsführer Florian Brunner über den Lagebericht 2016 und den Bericht des Abschlussprüfers. Der Geschäftsführer konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, das durch Investitionen in Höhe von rund 5,4 Millionen Euro (davon 1,2 Millionen für die laufende Instandhaltung) in den eigenen Wohnungsbestand gekennzeichnet ist.

Anzeige

Die Bilanzsumme ist im Berichtszeitraum stark auf 52,3 Millionen Euro gestiegen. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Bilanzgewinn von 379 000 Euro. Das Eigenkapital hat sich daher zum 31. Dezember 2016 auf 13,5 Millionen Euro erhöht. Unter Berücksichtigung von eigenkapitalähnlichen Mitteln ist die Eigenmittelquote auf 29,6 Prozent der Bilanzsumme leicht gesunken.

In seinem Ergebnis hatte der Abschlussprüfer festgestellt, dass die Vermögenslage, die Finanzverhältnisse sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse geordnet seien, die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung, des Jahresabschlusses und Lageberichtes gegeben sei und die Geschäfte in Einklang mit Gesetz und Gesellschaftsvertrag geführt worden seien. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt.

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2016 um 127 300 Euro auf zirka 7,1 Millionen Euro erhöht. Die durchschnittliche Wohnungsmiete war mit 5,21 Euro je Quadratmeter stabil. Die Mietausfallquote von 1,3 Prozent und die Fluktuationsquote von 6,5 Prozent, welche die Mieterwechsel wiedergibt, bewegen sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Der ausschließlich modernisierungsbedingte Leerstand liegt bei 2,5 Prozent oder 31 Wohnungen. Der eigene und verwaltete Bestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um über 70 Wohnungen erhöht.

Modernisierungsprojekt in Bad Reichenhall

Als größte Investitionsmaßnahme der vergangenen Jahre wurde die Generalmodernisierung der Wohnanlage Ahornstraße in Bad Reichenhall mit 33 Wohnungen nach zwei Jahren Bauzeit abgeschlossen. Darüber hinaus wurden acht neue Wohnungen durch die Aufstockung von zwei Wohngebäuden um ein Geschoss geschaffen. Die gesamten Baukosten betragen rund 4,7 Millionen Euro, wovon 3 Millionen Euro im vergangenen Jahr investiert wurden. In 2015 wurden zwei Gebäude energetisch modernisiert und um ein Vollgeschoss aufgestockt sowie ein Gebäude innen komplett modernisiert. Die restlichen Wohnungen und die Außenanlagen wurden bis zum Herbst 2016 modernisiert.

Im Juni 2016 hat man mit dem Neubau einer Wohnanlage in Bad Reichenhall/Schwarzbach mit 16 barrierefreien Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen von 46 bis 108 Quadratmetern Wohnfläche in Niedrigenergiebauweise begonnen. Außerdem wurden ein Duplex-Garagengebäude mit 24 Stellplätzen und ein Carport sowie acht Außenstellplätze und ein Kinderspielplatz errichtet. Der Bezug der Wohnungen erfolgte termingerecht im Juli. Erstmalig seit rund 20 Jahren schaffte das Wohnbauwerk damit wieder öffentlich geförderten Wohnraum im sogenannten EOF-Programm des Freistaats Bayern.

Die durch die Mieter zu tragende Kaltmiete liegt aufgrund der einkommensorientierten Förderung zwischen 4,10 und 6,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Die Regierung von Oberbayern beziehungsweise die Bayerische Landesbodenkreditanstalt finanziert das Vorhaben mit Darlehen und einem Baukostenzuschuss in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Die veranschlagten Baukosten von 3,6 Millionen Euro konnten eingehalten werden.

Aktuell wird in Winkl gebaut

Auch das laufende Geschäftsjahr ist von umfangreichen Investitionen bestimmt. Im Juni wurde mit dem Neubau einer Anlage in Winkl mit 16 barrierefreien Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen von 46 bis 108 Quadratmetern in Niedrigenergiebauweise begonnen. Außerdem werden ein Carport mit zwölf Stellplätzen und weitere 20 Außenstellplätze errichtet. Das Projekt wird wieder im EOF-Programm des Freistaats Bayern öffentlich gefördert. Der Fördergeber finanziert das Vorhaben mit Darlehen und einem Baukostenzuschuss in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Bis zum Sommer 2018 werden in den Neubau 3 Millionen Euro investiert.

Darüber hinaus werden in einer Wohnanlage in Bischofswiesen die Sanitär- und Elektrosanierung einzelner Wohnungen beziehungsweise Allgemeinbereiche und die Nachrüstung mit Keller- und Speicherdeckendämmung mit Investitionen von rund 380 000 Euro durchgeführt. Für die laufende Instandhaltung und Einzelmaßnahmen wie den Neuanstrich von Häusern oder die Erneuerung von Garagen, Stellplätzen und Kanälen werden in 2017 voraussichtlich 1,5 Millionen Euro investiert.

Zur Energievermeidung wird seit mehreren Jahren bei allen Modernisierungen der Elektroanlagen und bei Neubauten auf den Einbau von LED-Technik und Bewegungsmeldern zur Beleuchtung der Allgemeinräume gesetzt. Darüber hinaus werden dieses Jahr weitere 300 Leuchtpunkte auf LED-Lampen umgerüstet, womit dann etwa 70 Prozent des Bestandes auf energiesparende Technik umgestellt sind.

Die Gesellschafterversammlung stellte den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 einstimmig fest. Der Bilanzgewinn wurde den Gewinnrücklagen zugewiesen. Ebenfalls einstimmig wurden der Geschäftsführer und der Aufsichtsrat für das vergangene Geschäftsjahr entlastet. fb

- Anzeige -