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Zaubershow für alle Altersschichten

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Hat einige Zaubertricks auf Lager, die er heute Abend dem Berchtesgadener Publikum präsentieren wird: Magier Stephan von Köller. Foto: Agentur

Berchtesgaden – Nach seiner Berchtesgaden-Premiere im vergangenen Jahr möchte Magier Stephan von Köller heute Abend ab 19.30 Uhr erneut das Publikum im Berchtesgadener Kongresshaus verzaubern. Im Kleinen Saal bietet er eine Zaubershow für alle Altersschichten, in der er Tricks mit klassischen Zauberrequisiten wie Karten, Seidentüchern oder Geldscheinen auf moderne und humorvolle Art präsentiert. Wie von Köller erzählt, geht es ihm dabei nicht darum, eine große Show abzuziehen – wichtiger ist ihm der direkte Kontakt mit dem Publikum, das er zum Lachen und zum Staunen bringen will. Ein mystisch-stimmungsvoller Höhepunkt dürfte die »candle-light-magic« mit Schwarzlicht und einer schwebenden Kerze werden – eine von von Köllers ersten Nummern, die er nun schon seit 20 Jahren regelmäßig im Programm hat.


Die heutige Show im Kongresshaus ist einer der eher seltenen öffentlichen Auftritte des Profi-Magiers aus Fulda, der in erster Linie von Galaveranstaltungen, Auftritten bei Firmen- oder Weihnachtsfeiern, Hochzeiten und dergleichen mehr lebt. Die Auftritte vor zahlendem Publikum empfindet er als angenehme Abwechslung – vor allem, wenn man sie wie hier in Berchtesgaden mit einem kleinen Urlaub verbinden kann. Von Köller, der ein leidenschaftlicher Bergsteiger ist, sein Techniker und dessen Frau haben sich schon seit Montag in der Ramsau einquartiert und die Zeit genutzt, um unter anderem zur Blaueishütte und auf die Schärtenspitze zu wandern. Auf der Hütte wurde der Magier prompt erkannt und zeigte ein paar Kostproben seines Könnens.

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Seine ersten Lebensjahre wuchs von Köller in Frankfurt am Main auf, wo sein Vater bei der Lufthansa arbeitete. Ein Auslandsjob brachte es dann mit sich, dass die Familie nach Südafrika zog, als von Köller sechs Jahre alt war. Er verbrachte dort seine Schulzeit und kehrte erst wieder nach Deutschland zurück, um eine Stelle beim Bundesgrenzschutz anzutreten.

Zur Zauberei aber kam er schon in Südafrika im Alter von zehn oder elf Jahren, als er einen Auftritt von Douglas »Doug« James Henning im Fernsehen sah. Der Kanadier brachte in den 70er-Jahren einen damals neuen, frischen und humorvollen Zugang zur Zauberei, gilt als Vorgänger David Copperfields – und ist für von Köller noch über diesen zu stellen. Das rote Tuch, das von Köller bis heute in seiner Show verwendet, ist eine Hommage an Doug Henning.

In Südafrika hatte er einen Kumpel, der ebenfalls zauberte, eignete sich erste Kartentricks an, lernte, einen Groschen verschwinden zu lassen – und erkannte schnell, welche Wirkung er damit erzielen kann. So folgten noch in Afrika die ersten Auftritte in der Schule oder bei kleineren Veranstaltungen. Zurück in Deutschland baute er sein zweites Standbein Schritt für Schritt aus, ehe er nach 13 Jahren beim Bundesgrenzschutz kündigte und die Zauberei zu seinem Hauptberuf machte. Nächste Woche werden es 21 Jahre, dass er als Profi-Zauberer Auftritte in ganz Deutschland absolviert; auch in Fernost, etwa in Hongkong, ist er schon mehrmals aufgetreten. Je nach Größe des geplanten Auftritts ist er dabei mit einem mehr oder weniger großen Teil seines Teams unterwegs, von dem alle noch »normalen« Jobs nachgehen.

»Magie hautnah« heißt die Show heute Abend: Das Publikum soll das Gefühl bekommen, alles in greifbarer Nähe zu haben und doch nichts mitzubekommen. Und vielleicht kommen nach der erfolgreichen Aktion auf der Blaueishütte ja mehr Leute als letztes Jahr, hofft von Köller. Viele seien es nicht gewesen, »aber die haben getobt«. Markus Schüssler

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