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Zusammenbruch am Berchtesgadener Hochthron

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Der verstorbene Wanderer musste mit dem Polizeihubschrauber per Winde aufgenommen und ins Tal geflogen werden. Foto: BRK BGL

Marktschellenberg – Ein Bergsteiger ist am Samstagmittag gegen 11.20 Uhr auf dem Berchtesgadener Hochthron (Untersberg) knapp unterhalb des Gipfels leblos zusammengebrochen und trotz intensiver Wiederbelebungsversuche von Ersthelfern und Einsatzkräften noch am Berg verstorben.


Weitere Wanderer leiteten sofort Wiederbelebungsversuche ein und setzten bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die daraufhin den Traunsteiner Rettungshubschrauber »Christoph 14« losschickte, der gerade einsatzbereit nach einem internistischen Notfall am Höglwörther See stand und nur wenige Minuten später Notarzt und Rettungsassistent im Schwebeflug an der Einsatzstelle aussteigen ließ. Während die Retter die Wiederbelebungsversuche fortsetzten, holte der Pilot zwei Bergwacht-Luftretter auf der Thorerwiese bei Marktschellenberg ab und landete dann am Stöhrhaus. Die Einsatzkräfte stiegen von dort aus weiter zum Einsatzort auf, um den mittlerweile Verstorbenen für den Abtransport vorzubereiten und die Ersthelfer zu betreuen.

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Der Tote wurde gegen 14 Uhr mit dem nachgeforderten Polizeihubschrauber »Edelweiß 7« per Winde aufgenommen, ins Tal geflogen und an ein Bestattungsunternehmen übergeben. Die Besatzung des Polizeihubschraubers brachte danach noch die Bergwachtmänner ins Tal zurück. Der Kriseninterventionsdienst (KID) kümmerte sich um die betroffenen Angehörigen.

Kurz nach 12.30 Uhr, noch während des Einsatzes, wurde die Bergwacht Marktschellenberg zu einem weiteren Notfall am Hammerstielwandweg (Ettenberg) alarmiert, wo sich eine 62-jährige Frau aus Leipzig am Fuß verletzt hatte.

Die Einsatzkräfte fuhren per Geländewagen an und mussten weiter zu Fuß bis zum Unfallort vorsteigen. Sie schienten das verletzte Sprunggelenk und brachten die Verletzte per Trage zum Bergwachtauto und fuhren sie weiter ins Tal bis zur Bergrettungswache, von wo aus eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes den weiteren Transport zur Kreisklinik Berchtesgaden übernahm. ml