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Zwei neue Gesichter beim Kreisbildungswerk

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Max Aman und Beatrice Metzenleitner freuen sich auf ihre neuen Aufgaben beim Kreisbildungswerk. (Foto: Mergenthal)

Berchtesgadener Land – Zwei neue Fachkräfte bringen ihre Kompetenz beim Katholischen Bildungswerk Berchtesgadener Land ein: Max Aman, der seit 1. Oktober den Themenbereich »Sinn und Orientierung« leitet, und Beatrice Metzenleitner, seit 1. Januar für das Eltern-Kind-Programm zuständig.


Der Diplom-Religionspädagoge Max Aman tritt die Nachfolge von Pastoralreferent Robert Hintereder an, der von der Diözese angestellt war. Nach dem Weggang von Hintereder, der nun mit jeweils einer halben Stelle Seelsorger in der Stadtkirche Traunstein und Leiter des Bereichs »Tourismus und Sport« im Erzbischöflichen Ordinariat München ist, wurde dessen Stelle beim Bildungswerk BGL nicht mehr ausgeschrieben. Grund genug für das Kreisbildungswerk, mit Mitteln aus den eigenen Rücklagen für zwei Jahre selbst eine theologische Fachkraft anzustellen.

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Aman ist 33 Jahre jung und stammt aus Steinhöring im Landkreis Ebersberg. Nach dem Religionspädagogik-Studium arbeitete er sechs Jahre lang in der Pfarrseelsorge, zunächst in Grafing bei München. Danach zog es den bergbegeisterten Religionspädagogen in die Diözese Innsbruck.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist das Thema Bergspiritualität. Hier freut sich Aman schon sehr darauf, die Pionierarbeit von Hintereder fortzuführen. Einige ungewöhnliche Veranstaltungen in diesem Bereich wird er selber leiten. Erstmals findet am 20. Juni eine Veranstaltung von 0.30 bis 7 Uhr statt. Unter dem Motto »Bruder Sonne und Schwester Mond« können alle Interessierten am Predigtstuhl den Sonnenaufgang mit dem heiligen Franziskus erleben.

Organisator diverser Themenwochen

Doch der 33-Jährige ist nicht nur für die Bergspiritualität, sondern als Koordinator des gesamten Themenbereichs »Sinn und Orientierung« angestellt, befristet auf zwei Jahre. Im ersten Jahr beschäftigen ihn unter anderem auch die Themenwoche »Ars moriendi – Die Kunst des Sterbens« vom 24. Februar bis 5. März (siehe Info-Kasten) und eine Themenwoche zur Freiheit im Oktober.

In große Fußstapfen tritt Beatrice Metzenleitner: Ihre Vorgängerin Ute Kaubisch hat in fast 25 Jahren eine Ära geprägt. Die 36-jährige Diplom-Sozialpädagogin Metzenleitner stammt aus Steingaden. Nach dem Studium arbeitete sie fünf Jahre an einer Beratungsstelle in Straubing, vorwiegend mit Gehörlosen. Danach zog sie mit ihrem Mann in dessen Heimat Berchtesgaden und widmete sich fünf Jahre zu Hause ihren beiden Töchtern, die inzwischen fünf und zwei Jahre alt sind. Mit beiden war sie selbst im Eltern-Kind-Programm (kurz EKP) und ist dort heute noch »eine aktive Mami«. Für zehn Wochenstunden ist sie nun als »Pädagogische Referentin für die Elternbildung« tätig und damit Ansprechpartnerin für die Leiterinnen der 33 EKP-Gruppen im Landkreis. Dort können Eltern mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren soziale Kontakte und ein Netzwerk zu anderen Eltern knüpfen und ihre Erfahrungen austauschen.

Flüchtlingskinder in Gruppen integrieren

Metzenleitner organisiert in ihrer Rolle seit 1. Januar Fortbildungen für die Leiterinnen, an denen sie auch immer selber teilnimmt, und koordiniert den Erfahrungsaustausch und die Supervision der Gruppenleiterinnen. Als Grundqualifikation müssen diese, um überhaupt eine Gruppe führen zu dürfen, an einem Wochenend-Aufbauseminar teilnehmen.

Ein Herzensanliegen von Beatrice Metzenleitner ist es, Flüchtlingskinder und ihre Eltern in die Gruppen zu integrieren – dafür hat die Diözese eigens Mittel freigestellt – und deren Betreuung nächstes Jahr zum Fortbildungsthema zu machen. Eine große Herausforderung, da beispielsweise die Vorstellungen zur Kindererziehung oder auch die Mobilität der Frauen zum Besuch von Elternabenden in anderen Kulturen oft stark von deutschen Gewohnheiten und Traditionen abweichen. Veronika Mergenthal