weather-image
10°

Zwölf junge Hanfpflanzen im Auto

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Foto: dpa/Symbolbild

Berchtesgadener Land – Ein Joint, zwei "Gärtner" mit zwölf jungen Hanfpflanzen im Gepäck und Kleinmengen Marihuana – und somit mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz stellten Schleierfahnder bei Kontrollen am Wochenende an der Autobahn A 8 fest.


Am Freitag kontrollierten die Pidinger Schleierfahnder einen 44-jährigen Kroaten auf der Fahrt ins Heimatland kurz vor der Ausreise nach Österreich. Da er sich sehr nervös verhielt, blieb eine genauere Kontrolle nicht aus und brachte einen Joint mit Tabak-Marihuana-Gemisch hinter dem Fahrersitz zum Vorschein. Aus Angst, erwischt zu werden, wollte er diesen Joint "verschwinden" lassen. Doch dies blieb den aufmerksamen Beamten nicht verborgen. Nach Anzeigenaufnahme konnte der Kroate die Fahrt ohne "Beruhigungsmittel" fortsetzen.

Anzeige

Auch die Bundespolizei kontrollierte bei der Einreise an der Kontrollstelle ein Auto aus dem Raum Zell am See. Ein 26-jähriger Österreicher befand sich mit seinem jüngeren Bruder auf dem Heimweg. Die Kontrollbeamten stellten jedoch auffallenden Geruch von Marihuana aus dem Wageninneren fest. Die Ursache war rasch gefunden. Zwölf junge Hanfpflanzen hatten diesen "Duft" erzeugt. Diese Pflänzchen hatte der ältere Bruder zuvor in Eugendorf bei Salzburg in einem Shop samt speziellem Gärtnerbedarf erworben. Die Sachbearbeitung wurde zuständigkeitshalber von der PI Fahndung Traunstein übernommen. Hier wurde zusätzlich noch die Fahrt unter Drogeneinfluss angezeigt und die Weiterfahrt unterbunden. Auch am Samstag wurden die Schleierfahnder durch die Bundespolizei über den Fund von Kleinmengen an Marihuana bei drei jungen Österreichern aus dem Raum Innsbruck im Rahmen der Grenzkontrolle auf der A 8 am Walserberg informiert.

Ein 19-jähriger Innsbrucker hatte vergessen, dass er noch knapp 2 Gramm Marihuana in seiner Jackentasche hatte. Sein 26-jähriger Freund wollte einen angerauchten Joint nicht einfach wegwerfen und hatte diesen in seiner Jackentasche aufbewahrt. Doch dies wurde ihm zum Verhängnis. Beide wurden bei der PI Fahndung Traunstein wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Danach durften sie mit ihrer Freundin nach Hause fahren, da diese nicht unter Drogeneinfluss stand.

Die Bundespolizei hielt am Samstag einen Linienbus auf der Fahrt von Wien nach Innsbruck an der Kontrollstelle am Walserberg auf. Ein 24-jähriger Bulgare war in diesem Bus durch sein Verhalten aufgefallen. Eine genauere Überprüfung seiner Person und seines Gepäcks brachte an unterschiedlichen Verstecken Kleinmengen von Marihuana und einige unbekannte Tabletten zum Vorschein.

Auch hier wurden die Pidinger Schleierfahndung zur Sachbearbeitung informiert. Insgesamt wurden bei dem Bulgaren etwa zwei Gramm Marihuana sichergestellt. Die vermeintlichen XTC-Tabletten wurden nach negativem Drogentest als tschechische Schmerztabletten identifiziert. Der junge Bulgare wurde nach Anzeigenaufnahme und Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten für das Strafverfahren nach Österreich entlassen. fb