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DLRG und Feuerwehr übten gemeinsam für den Ernstfall in Truchtlaching

Hilfe nach Explosion eines Grills

Seeon-Seebruck – Zu einem wahren Horrorszenario, das Gott sei Dank nur eine Übung war, wurden die DLRG Seeon-Truchtlaching und die Feuerwehr Truchtlaching alarmiert.

Helfer von DLRG und Feuerwehr übten in Truchtlaching einen gemeinsamen Einsatz nach der angenommenen Explosion eines Grills. (Foto: FDL/Benje)

Übungsannahme war eine Grillfeier im Bereich des Kraftwerks, bei der der Grill explodierte, die Uferböschung in Brand setzte und die Gäste massiv verletzte.

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Beim Eintreffen am Unglücksort bot sich den Rettungskräften ein schreckliches Bild. Die vom Malteser Hilfsdienst perfekt geschminkten Opfer forderten die Ersthelfer von der ersten Minute an. Einige der völlig geschockten, schwer verletzten Gäste rannten über die Wiese, stürzten sich ins Wasser oder lagen regungslos am Boden.

Auf der anderen Seite musste die komplette Uferböschung gelöscht werden. Dichter Rauch erschwerte die Sicht und die Zahl der Opfer war zunächst nicht bekannt. Somit galt es, sich trotz aller Dramatik erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Dann wurden alle Rettungsmaßnahmen ergriffen. Boote der DLRG wurden zu Wasser gelassen, Strömungsschwimmer gingen ins Wasser, um nach Vermissten zu suchen und zeitgleich baute die Feuerwehr die Wasserversorgung für die Löscharbeiten auf.

Andere Teams versorgten die Opfer an Land. Nachdem die Schwere ihrer Verletzungen bekannt war, wurden diese sofort der Einsatzzentrale gemeldet. Diese wiederum koordinierte den Abtransport der Verunglückten. Zeitgleich waren immer noch die Boote der DLRG auf dem Wasser, um Vermisste zu suchen.

Erschwert wurde der Einsatz von Störern am Unfallort, die die Rettungskräfte durch fotografieren und aufdringliches Verhalten von der Arbeit abhielten. Auch das bekamen die Helfer in Griff. Nachdem klar war, dass alle sieben Verletzten gefunden und erstversorgt waren sowie das Feuer gelöscht war, wurde die Übung nach rund eineinhalb Stunden beendet.

Im Anschluss fand am Bootshaus der DLRG noch eine Manöverkritik bei einer Brotzeit statt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die man bei solch einer Übung immer verbessern kann, wurde die Übung als voller Erfolg verbucht. Ziel solcher Übungen ist es, das Zusammenspiel unterschiedlicher Hilfsorganisationen zu verbessern. Wie sich bei dieser Übung wieder einmal herausgestellt hat, muss aber keinem Bürger Angst und Bange sein. Sie können sich auf ihre Hilfsorganisationen voll und ganz verlassen. fdl