weather-image
19°
47 Vereine nahmen an der Feier teil – Feldmesse bildete den Höhepunkt

Die KSK Kammer wurde 150

Traunstein – Ihr 150-jähriges Bestehen feierte am gestrigen Sonntag die Krieger- und Soldatenkameradschaft Kammer.

Foto: Symbolbild, pixabay

Der älteste Verein in der ehemals selbstständigen Gemeinde nahm das zum Anlass, in einer festlichen Feldmesse der Toten zu gedenken und um die Bewahrung des Friedens zu bitten. Den Festgottesdienst hielt Pfarrer Helmut Bauer.

Anzeige

Anschließend trafen sich die Teilnehmer aus 47 Vereinen im Festzelt in Rettenbach. Nach dem Empfang der Vereine im Festzelt führte der Kirchenzug Richtung Kammer, wo auf der Wiese zwischen Stockach und Kammer die Feldmesse gefeiert wurde. Pfarrer Helmut Bauer zeigte sich dankbar, dass man unter einem blauen Himmel gemeinsam dieses Fest feiern dürfe.

Er erinnerte an die Tradition der Vereine, merkte aber auch kritisch an, »wer die alten Zeiten verherrlicht, hat keine Ahnung von Geschichte«. Der Friede sei kostbarer denn je; und: »70 Jahre Frieden in Europa sind ein Geschenk und keinesfalls selbstverständlich.« Der am Freitag verstorbene Altkanzler Helmut Kohl habe immer vom Haus Europa gesprochen: »Das dürfen wir nicht gefährden«, beschwor der Geistliche die Festbesucher. Ein Streit sei schnell angezettelt; die Hand zur Versöhnung zu reichen, sei ungleich schwieriger.

Nach der Eucharistiefeier machte Landrat Siegfried Walch dem Geistlichen ein Kompliment für die tolle Art, wie er die Messe gefeiert habe. Spontan brandete Applaus der vielen Hundert Gäste auf. Walch sagte, man habe allen Grund, jenen zu danken, die dafür sorgen, dass wir schon so lange Frieden haben: »Die Bundeswehr ist die größte Friedensbewegung, die es auf deutschem Boden gegeben hat.«

Oberbürgermeister Christian Kegel, der gleichzeitig Schirmherr des Jubiläums ist, bezeichnete die Krieger- und Soldatenkameradschaften mit ihrem Wahlspruch »In Treue fest« als eine wichtige Stimme für Frieden und Freiheit. Der Sinnspruch beinhalte Gedenken, Verpflichtung und Mahnung in einem. Kegel lobte auch die großartige Organisation der Festtage.

Gauvorstand Michael Bernauer würdigte namens der Vereinigten Krieger- und Soldatenkameradschaften des Chiem- und Rupertigaus die KSK Kammer für eineinhalb Jahrhunderte Einsatz für den Frieden und für das Gedenken. Der Verein verkörpere die Begriffe Heimatliebe, Kameradschaft und Frieden.

Nach der Festmesse führte der Festzug hinauf nach Kammer und auf der Kreisstraße TS1 zurück zum Festzelt nach Rettenbach. Dort klang der Festsonntag bei bester Stimmung in gemütlicher Runde aus.

Nach einer Verschnaufpause am heutigen Montag geht es morgen um 20 Uhr mit einem Musikabend weiter, der jung und alt begeistern dürfte. Die STS-Coverband »Auf a Wort« lässt die Hits der legendären dreiköpfigen Pop-Rock-Band STS aus Österreich wieder aufleben. Ein weiterer Höhepunkt wird am Donnerstag der Kabarettabend mit Wolfgang Krebs sein. -K.O.-