weather-image
10°
"Ich zahle dieser Frau keinen Cent"

Ex-Agentin verklagt Sascha Hehn auf 25 000 Euro

Am zweiten Prozesstag in Traunstein ist Sascha Hehn überraschend selbst erschienen – "Er war sauer, stinksauer", so seine Lebensgefährtin als es um frühere Telefonate mit der Klägerin ging.

Foto: dpa/Nicolas Armer

Update am Dienstag, 14.35 Uhr:

Vor dem Landgericht Traunstein ist am Dienstag um die Provision für den Werbevertrag eines großen Elektronikmarktes mit dem Schauspieler Sascha Hehn gestritten worden. Überraschend erschien der 62-Jährige selbst vor der Zivilkammer, obwohl er nicht zur Verhandlung geladen war. Hehns Ex-Agentin klagt auf Zahlung von 25 000 Euro. Sie behauptet, 2015 den Vertrag über eine sechsstellige Summe ausgehandelt zu haben. Der Schauspieler hält dagegen, dass er selbst den Deal abgeschlossen habe.

Anzeige

Urteil am 11. Mai

Sowohl Hehns Lebensgefährtin als auch die Vertreterin einer TV-Firma, die für den Elektronikmarkt arbeitet, sagten als Zeugen aus, dass der 62-Jährige seine Ex-Agentin nicht zu den Vertragsverhandlungen ermächtigt habe. Vielmehr sei Sascha Hehn bei Telefonaten mit ihr zunehmend erzürnt gewesen. "Er war sauer, stinksauer", sagte Hehns Freundin. Der Schauspieler gab sich in der einstündigen Verhandlung wortkarg. Auch vor laufenden Kameras vor dem Sitzungssaal wollte er sich nicht äußern. Das Urteil wird am 11. Mai verkündet.

dpa

Erstmeldung vom Freitag:

Im Rampenlicht steht der Schauspieler Sascha Hehn, von dem seine Ex-Agentin 25 000 Euro fordert. Die Frau klagt gegen den 62-Jährigen auf Zahlung der Summe. Doch der 62-Jährige sagt, er allein habe den Deal ausgehandelt. Nun muss Justitia entscheiden.

Sie behauptet, dem Darsteller 2015 einen Werbespot vermittelt, dafür aber die Provision nicht erhalten zu haben. Sascha Hehn hält dagegen, dass er ganz alleine den Deal ausgehandelt habe. An diesem Dienstag (25. April) ist der zweite Prozesstag vor einer Zivilkammer des Gerichts. Hehn muss nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht persönlich erscheinen.

Der Schauspieler hatte am ersten Verhandlungstag am 9. Januar laut einem Bericht der «Bild»-Zeitung angegeben, die Agentin habe lediglich seine Telefonnummer weitergegeben - mehr nicht. «Ich zahle dieser Frau keinen Cent», zitierte das Blatt den 62-Jährigen.

Sascha Hehn war für eine Stellungnahme vor dem zweiten Verhandlungstag nicht erreichbar. Sein Anwalt Stefan v. Moers wollte sich nicht zu dem laufenden Verfahren äußern.

Die Agentin vermittelte Sascha Hehn nach Medienangaben mehrere Rollen fürs Fernsehen, auch für die in den 1980er Jahren ausgestrahlte erfolgreiche ZDF-Serie «Schwarzwaldklinik». Darin spielte der Frauenschwarm den Arzt Udo Brinkmann, Filmsohn von Chefarzt Prof. Klaus Brinkmann, verkörpert wiederum von Klausjürgen Wussow. 2014 trat Hehn die Nachfolge von Siegfried Rauch als Kapitän Victor Burger in der ZDF-Reihe «Das Traumschiff» an.

dpa