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Kutschfahrt mit Familie und Freunden vom Tegernsee zum Königssee

Hochzeitsreise mit vier Pferdestärken

Schönau am Königssee – Eine außergewöhnliche Hochzeitsreise haben Vroni Strillinger, frühere Sennerin auf der Priesbergalm, auf der Moosenalm und auf der Schwarzentenn-Alm bei Kreuth, und ihr Mann Peter hinter sich. In einer Vierspänner-Kutsche bewältigten sie mit Töchterchen Josefa und Freunden die Strecke von ihrem Wohnort am Tegernsee bis zum Königssee.

Zwischenstopp in der Ramsau: die ehemalige Sennerin von der Priesbergalm, Vroni Strillinger (M.), mit Töchterchen Josefa, ihrem Ehemann Peter (3.v.l.) und Freunden. (Foto: B. Stanggassinger)

Vroni hat ihren jetzigen Mann Peter auf der Schwarzentenn-Alm bei Kreuth kennengelernt. Er ist Berufsjäger im Tegernsee-Gebiet. Am 6. Mai diesen Jahres haben die beiden geheiratet und wohnen am Tegernsee. Es war wohl der Wunsch der Vroni, die Hochzeitsreise in die ihr bestens bekannten Berchtesgadener Berge zu planen.

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Doch wohin in dieser Zeit mit Peters vier Oberländer Pferden (Süddeutsches Kaltblut), mit denen er Holzarbeit verrichtet und im Winter Pferdeschlittenfahrten für Gäste anbietet? Um die Pferde nicht in fremde Hände zu geben, entschloss sich das Brautpaar, mit seinem sieben Monate alten Töchterchen Josefa in einer Vierspänner-Kutsche bis an den Königssee zu fahren. Mit dabei war Peters Hochzeitschauffeur und bester Freund samt Familie.

150 Kilometer sind es vom Tegernsee bis zum Königssee. Gestartet ist das Kutschteam am Samstag und am Dienstag war dann das Ziel erreicht. Dreimal wurde übernachtet: in Au, Frasdorf und in Hammer. Schließlich liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei fünf Stundenkilometern.

An der Alten Reichenhaller Straße in Ramsau stoppten die Berreiter Anni und die Gitti, Freunde von der Priesbergalm, das Pferdegespann und begrüßten alle mit einem Schnapserl. Die Hochzeitsgesellschaft hatte eine Steierische Ziach und eine Posaune mit dabei, auf der die Musikanten gleich aufspielten und mit einer Peitsche dazu knallten.

Die Pferde werden während des Aufenthalts im Berchtesgadener Land beim Zulehen in Schönau am Königssee untergebracht. Eine Woche soll der Urlaub dauern. Heimtraben brauchen die Pferde übrigens nicht mehr, sie werden abgeholt und heimgefahren. Bernhard Stanggassinger