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Abt firmte in der Grassauer Pfarrkirche rund 50 Jugendliche

»Klink dich ein – mehr sog i net«

Grassau – Unter dem Motto »Klink dich ein« ist die Firmung des Pfarrverbands Grassau in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gestanden.

Der Abt von Schäftlarn, Petrus Höhensteiger (rechts), firmte in Grassau die Jugendlichen. Diakon Heiko Jung (Zweiter von rechts) hatte zusammen mit Diakon Johannes Notter und den Firmhelfern die Jugendlichen auf das Ereignis vorbereitet. (Foto: T. Eder)

Als Zelebrant wirkte der Abt von Kloster Schäftlarn, Petrus Höhensteiger, der schnell Zugang zu den Jugendlichen fand. Der Chor Charisma gestaltete den Festgottesdienst musikalisch.

Für ihn sei es ein Heimspiel, betonte der Benediktiner-Abt gleich bei der Begrüßung und erklärte, dass er in Prien geboren und in Hittenkirchen aufgewachsen sei. Zum Motto »Klink dich ein«, dargestellt mit Karabinerhaken, meinte er, dass auch Bergsteiger einen festen Halt brauchen würden. »Jesus ist der Reiseproviant und der Heilige Geist das Navi fürs Leben«, betonte Höhensteiger.

In seiner Predigt erklärte er, dass eigentlich keiner ohne Werbung auskomme. Wie eine Werbung für den Heiligen Geist aussehen könnte, demonstrierte der Abt mit bekannten Werbeslogans: »Heiliger Geist – verleiht Flügel«, »Heiliger Geist – sicher durchs Leben«, »Heiliger Geist – ich bin doch nicht blöd«, »Heiliger Geist – der weckt den Tiger in dir« oder »Heiliger Geist – da werden sie geholfen«.

Keiner dieser Slogans sei aber überzeugend, denn für den Heiligen Geist könne man schlecht Werbung machen. Er sei größer als vorstellbar, so vielfältig wie das Leben und schwer zu erfassen. Über Jesus hingegen wisse man durch die Bibel relativ gut Bescheid. Aber auch über den Heiligen Geist werde in der Heiligen Schrift gesprochen. »Der Heilige Geist, seine Kraft, ist in uns, denn wir sind Teil der Schöpfung«.

Höhensteiger meinte, dass die Jugendlichen den Heiligen Geist vor allem dann spüren würden, wenn sie es am wenigsten vermuten, wenn es eng und schwierig werde. Dann würde den jungen Leuten bewusst werden, dass Gott sie liebe und immer an ihrer Seite sei. »Klink dich ein – mehr sog i net«, schloss der sympathische Abt seine Predigt.

Danach rief er die rund 50 Firmlinge mit ihren Paten vor den Altarraum und salbte sie. Der Abt nahm sich Zeit, mit jedem Firmling ein paar persönliche Worte zu wechseln. Geehrt wurden auch die acht Firmhelfer, die die Jugendlichen auf die Firmung vorbereitet hatten. Nach der schönen Feier trafen sich alle noch bei einem Stehempfang. tb