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Bürger diskutierten mit Traunsteiner SPD Themen der Stadtpolitik

Problemparkzone »Haslacher Straße«

Traunstein – Breiten Raum nahm das Thema »Parken« bei der Diskussionsveranstaltung der Traunsteiner SPD ein.

Foto: dpa/Symbolbild

Anlieger der Haslacher Straße ebenso wie der umgebenden Straßen beschwerten sich über die Berufsschüler, die »alles zuparken«, wie es hieß. Die Anwesenden bedauerten, dass der Landkreis die Gelegenheit nicht genutzt habe, Parkplätze auf dem damals frei werdenden Gelände der Brauerei Kiesel zu bauen. Den Berufsschülern könne man keinen Vorwurf machen, hieß es, sie kämen oft aus weit entfernten Gemeinden des Landkreises, wo auch öffentlicher Nahverkehr häufig nicht genutzt werden könne.

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Auch der kommunale Haushalt wurde thematisiert. Ob der Kompromissvorschlag zum städtischen Haushalt jetzt der große Wurf sei, wollte Ernst Holl wissen. Dritte Bürgermeisterin Waltraut Wiesholler-Niederlöhner sagte, dass der größte Brocken, die Personalkosten, sich nicht von heute auf morgen verringern ließen. Bei der Überprüfung von Abläufen dürfe man nicht übersehen, dass Einsparung von Personalkosten auch Einschränkung von Leistungen bedeutet, sei es beim Bürgerservice, bei der Straßenreinigung oder dadurch, dass zum Beispiel Wartungs- und Reparaturarbeiten aufgeschoben werden müssen, was dann wieder neue Kosten verursacht.

Defizite entstehen Jahr für Jahr auch bei den sogenannten freiwilligen Leistungen der Stadt, so Bödeker. Einsparungen bei der Musikschule oder bei der Stadtbücherei hielten die Anwesenden für wenig sinnvoll, da diese Einrichtungen einen sehr guten Ruf bei den Bürgern genießen und auch für Neubürger attraktiv seien. Eine freiwillige Leistung sei auch unser Erlebniswarmbad. Helmut Köppl, ehemaliger Schwimmbadreferent, gab zu bedenken, dass in jüngster Zeit sich die Klagen häufen, dass unsere Kinder nicht mehr schwimmen können.

Deshalb solle das Schwimmbad, das die Stadt immer wieder auf den technisch neuesten Stand gebracht habe, unbedingt erhalten bleiben. Aus der Versammlung kam der Vorschlag, die Gebühren und Eintrittspreise zu erhöhen. Wiesholler-Niederlöhner entgegnete, damit könne das Defizit etwas verringert werden, aber eine Kostendeckung könne man so auch nicht erreichen.

Wie es jetzt mit der Güterhalle weitergehe, erkundigte sich Otto Blass. Er bedaure es sehr, dass sich eine knappe Mehrheit in Traunstein gegen einen Jugendtreff in der Güterhalle ausgesprochen habe. Stadtrat Sepp Hinterschnaiter erklärte, dass im Bürgerentscheid festgelegt wurde, dass die Güterhalle nicht saniert werden soll, von einem Abriss stehe allerdings auch nichts darin.

Deshalb gehe man jetzt davon aus, dass die Güterhalle im Zuge des Ausbaus des Bahnhofsgeländes West (Gütergleise) mit eingebunden werde. Die Zukunft des Bahnhofsgeländes sei ein ganz wichtiger Schritt für die weitere Stadtentwicklung. Ein Großteil des Geländes sei aber im Besitz der Bahn oder in privater Hand – da müssten weiter Gespräche geführt werden.

Nach der Zukunft des Rufbusses erkundigte sich Siegfried Blach. Er werde gut von den Traunsteiner Bürgern angenommen, auch er und seine Frau nutzten ihn regelmäßig. Ob es noch zusätzliche Haltestellen geben werde, fragte er. Traudl Wiesholler erklärte, solange es die Förderung durch die Regierung gebe, sei der Betrieb gesichert. Was danach komme, hänge vom Stadtrat ab. Weitere Haltestellen werde es nicht geben, sonst müsste ein zweiter Bus eingesetzt werden, und das sei dann nicht mehr finanzierbar. fb