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Ruhpoldinger Extremsportler absolvierte 88,6 Kilometer Fußmarsch und 44,6 Kilometer Flugstrecke

Andreas Huber bei Crossalps auf Rang acht

Einen sehr guten achten Platz konnte Extremsportler Andreas Huber aus Ruhpolding bei der 10. Crossalps des Gleitschirmclubs Hochries für sich verbuchen.

Bei der Crossalps sind nur Gehen und Paragliden erlaubt. Andreas Huber aus Ruhpolding kann beides ausgezeichnet. (Fotos: Kaminsky)

Pünktlich um 8 Uhr fiel an der Hochriesbahn am Samerberg der Startschuss. Die Höchstzahl von 100 Teilnehmern machten sich mit Gleitschirmrucksack und Zubehör auf, um in 33 Stunden möglichst weit weg und wieder zurückzukommen. Die weiteste Entfernung Luftline gewinnt. Erlaubt sind nur Gehen und Paragliden (Hike & Fly).

Trotz der nicht optimalen Wetterverhältnisse machte sich Huber auf den Weg zum Gipfel des Hochries, um mit dem ersten Flug und dem angesagten Westwind soweit wie möglich Richtung Osten zu gleiten. Kurz hinter Aschau ging es nach der Landung mit einigen anderen Teilnehmern sofort zu Fuß nach Staudach-Egerndach und über die Staudacher Alm weiter auf den Hochgern.

Am »Gerngipfel« angekommen, konnte Huber ein kurzes Wolkenfenster nutzen, um mit der entstehenden Thermik über die Haaralmschneid hinweg Richtung Ruhpolding zu fliegen. Am Fuße des Rauschbergs hatte die Sonne und Thermik dann aber ein Ende. In einem langen Marsch wanderte Andreas Huber nach Inzell und über die Kohleralm auf den Gamsknogel.

Bei sehr guten Startbedingungen direkt vom Gipfel konnte der Extremsportler am Abend noch einen Abgleiter mit etwa 65km/h bei Rückenwind bis hinter Piding an die österreichische Grenze absolvieren und dort seinen Wendepunkt setzen. In einem Vier-Stunden-Fußmarsch ging es zurück über die Steineralm und Inzell nach Ruhpolding, um dort die Nacht im eigenen Bett zu verbringen!

Tags darauf wartete der nächste Startberg auf Huber. Mit der gesamten Ausrüstung samt GPS-Logger auf dem Rücken bezwang der Ruhpoldinger den Hochfelln, um bei strahlendblauem Himmel und Ostwind von der Thermik wieder zurück zum Ausgangspunkt getragen zu werden. Doch nach nur kurzem Flug entlang der Bischofsfellnalm zu Füßen des Hochgern hatte das Vorhaben vorschnell ein Ende.

Mit der Vorgabe, um 17 Uhr wieder an der Hochriesbahn zu sein, spurtete Huber so schnell es ging wieder auf den Hochgerngipfel, um sein Glück erneut zu versuchen. Mit der stärker gewordenen Thermik gewann der Ruhpoldinger gut an Höhe und setzte seinen Flug über Hochplatte, Kampenwand bis Aschau fort. Dort wurde Andreas Huber jedoch Opfer des starken bayrischen Talwindes, sodass er den Weg zurück ins Ziel am Samerberg mit Muskelkraft bestreiten musste.

Nach zwei Tagen Wettkampf, in denen Huber 88,6 Kilometer mit rund 5000 Höhenmeter Fußmarsch und 44,6 Kilometer Flugstrecke absolvierte, kam er um 16.30 Uhr als Achter ins Ziel.