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Die Freiwillige Feuerwehr Traunreut absolvierte im vergangenen Jahr 238 Einsätze – Löschfahrzeug soll ausgetauscht werden

12 275 Stunden ehrenamtlicher Dienst am Nächsten

Traunreut – Die Freiwillige Feuerwehr Traunreut absolvierte im letzten Jahr 238 Einsätze. Die geleisteten Gesamtstunden der ehrenamtlich Tätigen bei der Feuerwehr beliefen sich auf 12 275. Diese Zahlen wurden bei der Jahreshauptversammlung bekannt gegeben.

60 Jahre ist Hugo Wessely (links) Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut. Dazu gratulierte ihm Vorsitzender Hermann Künzner.

Kommandant Karl-Heinz Erhard berichtete, den Löwenanteil stellten wie gewöhnlich die Technischen Hilfeleistungen mit 124 Einsätzen dar. 48 Brände, drei Sicherheitswachen und 63 sonstige Einsätze kamen dazu. 40 Mal mussten Personen aus gefährlichen Situationen gerettet werden. Im Vergleich zum Jahr 2014 gab es weniger Brände aber mehr Technische Hilfeleistungen. Neben den Einsätzen absolvierte die Feuerwehr 612 Übungen mit insgesamt 1629 Stunden. Bei den Einsätzen kamen 4372 Stunden zusammen, die Jugend zählte 2722 Stunden und für den Verein sowie die Verwaltung waren nochmals 3553 Stunden notwendig. Insgesamt kam der Kommandant somit auf 12 275 ehrenamtliche Stunden. Zum 31. Dezember 2015 zählte die Freiwillige Feuerwehr Traunreut 68 aktive Mitglieder, davon zehn Frauen und 27 Mitglieder in der Jugendgruppe, darunter fünf Mädchen. Dazu kommen 31 passive und 69 fördernde Mitglieder.

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Über die Jugendgruppe berichtete Jugendleiterin Verena Planitscher. Ihren Angaben zufolge waren Anfang des vergangenen Jahres 18 Jugendliche in der Gruppe, zum Jahresende waren es 27. Insgesamt 55 Übungen, acht Abzeichen, neun Lehrgänge, sechs Termine zur Öffentlichkeitsarbeit und 16 sonstige summierten sich insgesamt auf 2722 Jugend-Stunden.

Laut Kassenbericht von Herbert Kellner schloss die Kasse im Vorjahr mit einem leichten Überschuss von 134 Euro. Rund 9000 Euro wurden in den letzten zwei Jahren als Sonderrücklage für die gewünschte Ausrüstung des neuen Kommandowagens bereitgestellt und werden heuer ausgegeben. Der Kommandowagen wird am 14. April in Forchheim bei der Firma Compoint abgeholt und soll im Juni geweiht werden.

Löschfahrzeug LF 16 soll ausgetauscht werden

Als nächstes sollte nach den Worten des Kommandanten das LF 16 ausgetauscht werden, das bereits 28 Jahre alt ist. Nach der Sommerpause will man sich intensiv damit befassen und die Planung dem Stadtrat vorlegen. Bei einer geschätzten Lieferzeit von ein bis eineinhalb Jahren könnte ein neues HLF 20 dann Ende 2017 zur Verfügung stehen. Noch in diesem Jahr sollen alle Atemschutzträger der Stadtwehren neue Überhosen erhalten, die sie bei Bränden besser schützen. Die Anschaffung sei schon genehmigt.

Vorsitzender Hermann Künzner nannte bereits bekannte Termine: Am 19. Juni nehmen die Traunreuter am 125. Gründungsfest der Feuerwehr Rabenden teil. Das Spritzenhausfest ist am 25. Juni. Dazu müsse noch überlegt werden, wo das Sonnwendfeuer angezündet werden kann, da der Volksfestplatz bebaut ist. Ein weiteres Gründungsfest ist am 11. September in Teisendorf. Und einen Ausblick auf das Jahr 2017 gab der Vorsitzende ebenfalls schon. Dann nämlich wird die Jugendgruppe der Traunreuter Feuerwehr 50.

Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein informierte über geplante Neuerungen im Feuerwehrgesetz. Demnach solle die Altersgrenze angehoben werden von 63 auf 65 oder sogar 67 Jahre. Es solle künftig einen dritten Kommandanten geben und es gebe Überlegungen, eine Kinderfeuerwehr ab sechs Jahren einzuführen. Für den Kreisbrandinspektor stellt sich hier jedoch die Frage nach dem Sinn. Bürgermeister Klaus Ritter würdigte die Feuerwehrmitglieder für ihren Dienst am Nächsten: »Sie sind freiwillig im Einsatz und das in ihrer Freizeit und zum Wohle aller Bürger. Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.« Der Chef der Polizeistation Traunreut, Johann Bohnert, erinnerte an die Anfänge der Traunreuter Wehr vor 66 Jahren. In dieser langen Zeit habe sich viel verändert. »Was aber geblieben ist, ist die Bereitschaft der Feuerwehrangehörigen das Hab und Gut des anderen zu schützen und seinem Mitbürger zu helfen, oftmals unter Einsatz der eigenen Gesundheit oder auch unter Gefahr für das eigene Leben«, so Bohnert.

Ehrungen und Ernennungen

Im Rahmen der Versammlung gab es auch Ehrungen und Ernennungen. Zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau ernannt wurden Sandra Graf, Mathias Köstner, Alexandra Miller, Roberto Schroll und Michael Stadler. Hauptfeuerwehrmann ist nun Matthias Graf. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurde Michael Brucker geehrt, für 40 Jahre aktiven Dienst Herbert Kellner.

Auch langjährige Vereinsmitglieder erhielten eine Ehrung. 40 Jahre dabei sind Werner Markreiter, Franz Danzer und Dieter Neuhauser, 50 Jahre sind es bei Franz Hruschka und 60 Jahre bei Hugo Wessely. Für 60 Jahre fördernde Mitgliedschaft erhielten die Franz Rinke GmbH und Klück Frischemarkt eine Auszeichnung. mix