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1:2 gegen Slowakei: Russland droht auch sportliches EM-Aus

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Frust
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Schalke-Profi Roman Neustädter und die Sbornaja stehen nach der Pleite mit dem Rücken zur Wand. Foto: Andy Rain Foto: dpa
Polizei
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Wegen der Vorkommnisse in Marseille ist die Polizeipräsenz beim zweiten Spiel der Russen deutlich größer. Foto: Marius Becker Foto: dpa
Wirbelwind
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Der Slowake Robert Mak (l) sorgt in der Anfangsphase für viel Wirbel auf der linken russischen Abwehrseite. Foto: Rolex Dela Pena Foto: dpa
Duftnote
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Kapitän Marek Hamsik hat mit einem Weitschuss die erste Chance für die Slowakei. Foto: Laurent Dubrule Foto: dpa
Besserung
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Doch die Russen um Artem Dsjuba (M) kommen immer besser in die Partie. Foto: Andy Rain Foto: dpa
Chancen
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Besonders Fedor Smolow (M), Torschützenkönig der russischen Liga, hatte zwei sehr gute Chancen. Foto: Mohamed Messara Foto: dpa
Führung
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Vladimir Weiss (l) trifft dann genau in der Drangphase der Russen zur 1:0-Führung für die Slowakei. Foto: Andy Rain Foto: dpa
Traumtor
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Und Marek Hamsik (l) legt kurz vor der Pause mit einem Traumtor nach - 2:0 für die Slowaken. Foto: Laurent Dubrule Foto: dpa
Anschluss
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Den Russen fiel nicht viel ein in Halbzeit zwei. Dann kam der Anschlusstreffer. Foto: Rolex Dela Pena Foto: dpa
Spannung
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Denis Gluschakow brachte noch einmal Spannung ins Spiel - zu spät. Foto: Laurent Dubrule Foto: dpa

Lille (dpa) - Russland gibt sich alle Mühe, durch schlechten Fußball und nicht durch schlechtes Benehmen der eigenen Fans vorzeitig die EM verlassen zu müssen. Nach der Marek-Hamsik-Show beim 1:2 (0:2) gegen Außenseiter und EM-Neuling Slowakei droht der Sbornaja nun auf sportlichem Weg das frühe Aus.


»Wir haben individuelle Fehler vor der Pause gemacht, die zu Toren geführt haben. Wir haben ihnen einfach zu viel Platz gelassen«, schimpfte Russlands Coach Leonid Sluzki nach der unerwarteten, aber verdienten Pleite.

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Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen steht der WM-Gastgeber von 2018 vor dem abschließenden Spiel gegen Wales am Montag mit dem Rücken zur Wand, während die Slowaken mit drei Punkten vorbeigezogen sind.

Bis auf ein gezündeter Bengalo nach dem zu späten Anschlusstor Russlands Denis Gluschakow (80. Minute) war es auf den Rängen ruhig geblieben. Die russischen Fans, die noch am Samstag beim 1:1 im ersten EM-Spiel gegen England in Marseille gewütet hatten, benahmen sich diesmal auch bei den entscheidenden Gegentoren.

Marek Hamsik vom SSC Neapel hatte das sehenswerte 2:0 (45.) selbst geschossen und die Führung durch Vladimir Weiss (32.) mit einem nicht minder tollen Pass vorbereitet. »Er war überragend«, schwärmte der slowakische Coach Jan Kozak und empfahl seinem besten Mann gleich mal einen Vereinswechsel: »Ich denke, Napoli ist zu klein für ihn geworden.«

Russland muss nun am Montag gegen Wales siegen, um die Chance auf das Achtelfinale zu wahren. »Die Situation ist jetzt sehr komplex. Jedes Team hat noch Chancen, weiter zukommen. Das geht bis zum Ende so weiter«, befand Sluzki trotzig, der auch behauptete, das Zünden von Pyrotechnik im russischen Block nicht gesehen zu haben: »Ich habe mich nur aufs Spiel konzentriert.«

Das Abrennen von Feuerwerk gehört nicht zu den Vergehen, die zu einem EM-Ausschluss durch die UEFA führen würden. Der europäische Verband hatte Russland wegen der Vorkommnisse von Marseille mit einem Turnier-Ausschluss im Wiederholungsfall bestraft. »Das hatte überhaupt keinen Einfluss auf unser Spiel«, meinte Sluzki. Die sah Russlands Sportminister Witali Mutko freilich anders. Dies habe eine Rolle gespielt und Einfluss auf die Mannschaft gehabt, monierte er.

In der Tat wirkte Russland sportlich im Vergleich zum 1:1 gegen England gehemmter. Vor allem auch Schalkes Roman Neustädter musste sich indirekt Kritik gefallen lassen. »Wir mussten zur Halbzeit reagieren und im Mittelfeld etwas anders machen«, begründete Sluzki die Auswechslung des Mittelfeldspielers zur Pause knapp. Neustädter selbst wollte nach dem Spiel nicht reden. »Nee, heute echt nicht, sorry«, brummte der frühere Gladbacher mürrisch.

Auch in der Stadt blieb es diesmal weitgehend friedlich. Die Polizei nahm zehn Menschen in Gewahrsam. Der Präfekt des Départements Nord, Michel Lalande, sprach von einer »extrem beruhigenden Bilanz«. Sieben Personen wurden seit Dienstag wegen Gewalt festgenommen, drei weitere wegen Trunkenheit. Drei Russen und einem Ukrainer droht die Ausweisung aus Frankreich. Größere Ausschreitungen gab es demnach vor dem Spiel aber nicht.

Das Spiel fand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Unter anderem auch, weil am Donnerstag in Lens, nur rund 30 Kilometer südlich von Lille, England gegen Wales spielt.

Turnier-Seite zum Spiel

offizieller EM-Kader Russland auf UEFA-Homepage

EM-Hotel Russland

EM-Trainingsgelände Russland

Übersicht slowakisches Team

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