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125 Jahre Dienst am Nächsten

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Feuerwehr
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Foto: Friso Gentsch/dpa

Siegsdorf – Einen wunderschönen Festtag feierte die Feuerwehr Vogling am gestrigen Sonntag zum 125-jährigen Bestehen der Wehr. 24 Feuerwehrvereine, drei Kutschen und einige Festwagen sowie ein Dutzend Siegsdorfer Ortsvereine feierten mit einem Gottesdienst und einem sehenswerten Festzug das Jubiläum.


Ein langer Zug bewegte sich vom Festzelt in Vogling hinaus zur Kirche St. Johann, wo ein schöner Altar mit einem Holzkreuz aufgebaut war. »Gott der Herr kommt mit denen, die helfen – Euch schickt der Himmel wenn Not ist!« so Siegsdorfs evangelischer Pfarrer Michael Krauß. Auch Pfarrer Thomas von Rechberg, der mit Diakon Harald Schillmeier die Messe zelebrierte, zeigte sich dankbar für die liebevolle Vorbereitung des Festes, die den inneren Kern des Zusammenhalts im Vereinsleben widerspiegle. »Trotz technischen Fortschritts braucht es aber immer noch den selbstlosen Einsatz und Idealismus von Menschen, wenn geholfen werden muss«, betonte er. »Helfen braucht Mut, macht aber auch Spaß, weil es die Berufung des Menschen ist, sich in den Dienst des Nächsten zu stellen.

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Die Festmusikkapelle Vogling-Siegsdorf übernahm die musikalische Gestaltung der Messe, in deren Rahmen auch ein neues Fahnenband des Patenvereins Feuerwehr Siegsdorf gesegnet und von Katrin Voit an die Voglinger Fahne geheftet wurde.

»Meine Schirmherrschaft endet am Montag – euer Dienst am Nächsten geht weiter – 365 Tage im Jahr steht ihr als Helfer zur Verfügung«, so Bürgermeister Thomas Kamm. Dem Dank schloss sich stellvertretender Landrat Andreas Danzer uneingeschränkt an, der dem Jubiläumsverein den Dank des Landrats und aller Bürger übermittelte. Die Wehren seien eine der wichtigsten Stützen der Gesellschaft und der Jugendausbildung.

Kreisbrandrat Christoph Grundner brachte es auf den Punkt: »Seid stolz auf Eure 125-jährige Vergangenheit, schaut zuversichtlich in die Zukunft und kommt immer gesund wieder von den Einsätzen zurück!« sagte er, ehe sich ein langer Festzug auf den Weg zurück machte. Drei Vorreiter führten den Festzug an, der mit sechs Kapellen, zwei Dutzend Feuerwehrvereinen und einer bunten Schar Siegsdorfer Ortsvereinen, drei Festkutschen und mehreren Fuhrwerken ein prächtiges Bild abgab.

Beim anschließenden Feiern im Festzelt, zu dem Blaskapelle Übersee und die Festmusik aufspielten, freute sich Festleiter Hans Waldherr über ein gelungenes Fest mit bestem Zusammenhalt in der Wehr und der ganzen Gemeinde. FK