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1486 Erstklässler im Landkreis

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Am kommenden Dienstag starten 1486 Erstklässler im Schulamtsbezirk Traunstein in ihr Schulleben. Foto: dpa

Das neue Schuljahr beginnt am Dienstag – »hoffentlich mit ganzen Klassen und nicht aufgeteilt in Gruppen, natürlich aber mit den bekannten und erprobten Hygienemaßnahmen an allen unseren Schulen«, betont Schulamtsdirektor Otto Mayer. Im Landkreis Traunstein gibt es heuer 1486 Erstklässler, laut Mayer etwa 30 mehr als im vergangenen Jahr.


Der gesamte Grundschulbereich des Landkreises verzeichnet dabei insgesamt etwa 60 Schüler mehr als zu Beginn des Schuljahrs 2019/20. Im Gegensatz dazu sinkt die Anzahl der Klassen leicht, da an vielen Grundschulen Kombiklassen gebildet werden mussten.

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An den 41 öffentlichen und drei privaten Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk besuchen im neuen Schuljahr gut über 9000 Schüler in 433 Klassen den Unterricht in den Jahrgangsstufen eins bis zehn. Die leichte Steigerung bei den Grundschülern wird durch den zahlenmäßig in etwa gleichen Rückgang bei den Mittelschülern ausgeglichen. Die Anzahl der daraus zu bildenden Klassen im Mittelschulbereich ging dadurch ebenfalls leicht zurück. »Als Folge daraus steigt die Durchschnittsschülerzahl in den einzelnen Grund- und Mittelschulklassen leicht an. Sie bewegt sich aber immer noch im Bereich um die 20 Schüler pro Klasse«, so Mayer.

Im Mittelschulbereich mit den Klassen fünf bis zehn besuchen wie in den Vorjahren um die 800 Schüler die M-Klassen mit dem Ziel der Mittleren Reife. Wie in den letzten Jahren auch dritteln sich nach der vierten Klasse der Landkreisgrundschulen die etwa 1400 Schüler auf die drei weiterführenden Schularten Mittelschule, Realschule und Gymnasium. »Auch wenn Corona-bedingt viele 'Außentermine', Veranstaltungen, die das Schulleben bereichern und auch viele Berufsorientierungs- und -vorbereitungsmaßnahmen lange nicht mehr stattfinden konnten, so hoffen wir doch, dass nach Ablauf des ersten Schulhalbjahres in diesen Bereichen wieder einigermaßen Normalität einziehen kann«, so Mayer.

Schulartspezifische Angebote, wie beispielsweise spezielle Klassenformen, offene und gebundene Ganztagsformen, kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Berufsschulen, durchgehend sozial-pädagogische Begleitung an allen Mittel- und den größeren Grundschulen und auch zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen der einzelnen Gemeinden und Städte, ergänzen aber nach wie vor das schulische Angebot des Landkreises, so Mayer.

An nahezu allen Grundschulen werden darüber hinaus nach wie vor kurze und/oder verlängerte Mittagsbetreuungsgruppen angeboten. An allen Mittelschulen gehört Jugendsozialarbeit zum Standardangebot. Dieses Angebot wird mit Hilfe des Jugendamtes weiterhin punktuell im gesamten Grundschulbereich ergänzt.

Mit dem Schulprofil »Inklusion« sind die Grund- und Mittelschulen in Grassau und Trostberg seit Jahren für den Landkreis tätig, ebenso die Mittelschulen Traunstein und Traunreut mit den Praxisklassen sowie die Grundschulen Tacherting, Tittmoning und Niedernfels mit ihren Flexi-Klassen. Das gilt auch für die sogenannte B-Klasse des »Traunsteiner Modells«, einer Kooperation der Mittelschule Traunstein mit einer Berufsorientierungsklasse der Berufsschule I in Traunstein. Fest etabliert hat sich in Niedernfels auch eine sogenannte »Soziale Trainingsklasse«, in der Schüler mit größeren sozialen Problemen den Weg zurück in den normalen Schulalltag lernen.

Zur Versorgung aller genannten Einrichtungen und Unterrichtsangebote stehen dem Landkreis heuer an die 14 000 Lehrerwochenstunden, erteilt von über 900 Lehrkräften, zur Verfügung. Alle Klassen haben ihren Lehrer, der Fachunterricht wird von Fachlehrern abgedeckt. Neu hinzu kommen für nächstes Schuljahr 18 Lehramtsanwärter, die im Landkreis ihren Dienst antreten. Der nach wie vor herrschende Lehrermangel an den Mittelschulen wird auch von fünf Realschul- und Gymnasiallehrkräften mit einer zweijährigen Nachqualifizierung gemildert. Angebote von Schulpsychologinnen, Beratungslehrern zur Hilfe bei Lern-, Leistungs- und Verhaltensschwierigkeiten und auch an die 100 Lehrer als sogenannte »Mobile Reserven« für Krankheitsfälle und Schwangerschaftsvertretungen komplettieren nach Angaben von Otto Mayer das schulische Angebot im Landkreis. fb