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15 Berg-Einsätze: Rettungskräfte am langen Wochenende durchgehend gefordert

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Berchtesgaden: Einsatzkräfte der Bergwachten rücken zu 15 Bergeinsätzen aus | Königssee
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Foto: Angerer, BRK BGL

Berchtesgadener Land – Zu insgesamt 15 Berg-Einsätzen mussten am vergangenen langen Wochenende die heimischen Einsatzkräfte ausrücken: Trotz des Regenwetters waren auch am Sonntag viele Leute unterwegs, weshalb die Einsatzkräfte ab dem späten Vormittag bis um 23.15 Uhr durchgehend bei insgesamt fünf Notfällen gefordert waren.


Am Sonntag gegen 10.50 Uhr hatte sich eine Urlauberin auf der Burgruine Karlstein schwer am Knie verletzt (zum Bericht). Um 12 Uhr ging dann ein Notruf vom Gerner Höhenweg ein, wo sich eine 57-jährige Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen schwer am Unterschenkel verletzt hatte. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte die Frau zusammen mit der Berchtesgadener Notärztin medizinisch und brachte sie zum Rabensteiner Weg, wo sie die Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall brachte.

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Gegen 12.45 Uhr hatte sich ein 59-jähriger Urlauber aus dem nördlichen Oberbayern im Königstal am Fuße des Schneibsteins am Sprunggelenk verletzt. Die Bergwacht Berchtesgaden musste erst herausfinden, wo sich der Mann genau befindet, fand den Patienten dann, versorgte ihn zusammen mit dem Berchtesgadener Bergwacht-Notarzt medizinisch und übergab ihn in Hinterbrand an die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes, die ihn zur Kreisklinik Bad Reichenhall brachte.

Kurz nach 18 Uhr ging ein Notruf wegen einer bewusstlosen Wanderin am Wartstein oberhalb des Hintersees ein. Die alarmierte Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ konnte ihren Notarzt schwebend an der Einsatzstelle absetzen und dann in der Nähe landen. Die Bergwacht Ramsau rückte mit Fahrzeugen und zu Fuß an, half bei der Versorgung der wieder ansprechbaren Frau und transportierte sie zum Hubschrauber, mit dem sie zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen wurde.

Gegen 18.40 Uhr meldeten sich zwei verstiegene Wanderer von der Südostseite des Untersbergs: Der 43-jährige Mann und die 36-jährige Frau waren bei Regenwetter von der Toni-Lenz-Hütte über den Schellenberger Sattel abgestiegen und hatten dann wegen des Nebels am Kienberg Orientierungsprobleme. Als sie im Steilgelände nicht mehr weiterkamen, setzen sie einen Notruf ab.

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Foto: Foto: Bergwacht Marktschellenberg

An einen Suchflug war wegen der tiefen Wolken nicht zu denken, weshalb die Bergwacht Marktschellenberg bei widrigen Verhältnissen mit acht Einsatzkräften zu Fuß aufstieg und bald Rufkontakt herstellen konnte. Die Retter bohrten im absturzgefährlichen Gelände ein Seilgeländer ein und sicherten das Duo an den riskanten Stellen im Abstieg. Der Mann hatte sich leicht am Knie verletzt, musste aber nicht ins Krankenhaus. Die Aktion dauerte bis 23.15 Uhr.

Am Samstag (13. Juni) ging kurz nach 15 Uhr ein Notruf wegen einer Sprunggelenksverletzung von der Jenner-Bergstation aus ein. Der Patient konnte dann aber selbst mit der Seilbahn ins Tal fahren.

Gegen 15.45 Uhr mussten die Bergwacht und die Wasserwacht Berchtesgaden dann allerdings doch ausrücken, als zwei Amerikanerinnen am Königssee-Ostufer in Not geraten waren (zum Bericht).

Am Freitagvormittag gegen 10.30 Uhr rückten die Bergwacht Bad Reichenhall und die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ für einen durch Steinschlag verletzten Bergsteiger im Pidinger Klettersteig aus (zum Bericht).

Kurz nach 11 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden wegen eines internistischen Notfalls zur Grünsteinhütte fahren. Die Ehrenamtlichen versorgten den Patienten und brachten ihn ins Tal.

Am Nachmittag gegen 15 Uhr ging ein Notruf vom Stiergraben ein, wo sich eine 27-jährige Urlauberin aus Niedersachsen am Bein verletzt hatte. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte die Patientin zusammen mit der Besatzung von „Christoph 14“, die die Verletzte dann zusammen mit dem Notarzt am kurzen Sieben-Meter-Tau zum Tallandeplatz flog. Eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes brachte die Frau von dort aus zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Noch während des Einsatzes ging ein weiterer Notruf vom Seeleinsee ein, wo sich eine Urlauberin ebenfalls am Bein verletzt hatte. Ersthelfer brachten die Verletzte zur nahen Diensthütte der Bergwacht Freilassing, die die Erstversorgung übernahm. „Christoph 14“ flog den Bergretter aus dem Stiergraben zum Seeleinsee und konnte Retter und Patientin dann im Schwebeflug über die Kufe an der Diensthütte aufnehmen und ins Tal fliegen. Die Frau kam mit dem Heli zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Bergwacht Berchtesgaden musste „Christoph 14“ mit ihrem Kerosinanhänger wieder auftanken.

Gegen 15.30 Uhr erlitt eine 21-jährige Urlauberin aus Baden-Württemberg eine allergische Reaktion am Predigtstuhl. Die Frau fuhr selbst noch mit der Seilbahn ins Tal, wurde dann an der Talstation durch die Rettungswagen-Besatzung des Teisendorfer Roten Kreuzes und die Reichenhaller Notärztin versorgt und in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.

Kurz nach 17.30 Uhr rückten die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Münchner Rettungshubschraubers „Christoph 1“ zu einer verletzten Frau am Böslsteig aus.

Gegen 18.15 Uhr musste eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes zur Jenner-Mittelstation fahren, wo sich eine 53-jährige Urlauberin aus Brandenburg am Fuß verletzt hatte. Die Sanitäter brachten die Patientin dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Bereits am Donnerstagabend (11. Juni) ging gegen 18 Uhr ein Notruf ein, da ein Bergsteiger am Hocheck den Weg zwischen Gipfel und Watzmannhaus verloren hatte; die Bergwacht Ramsau musste dann aber nicht ausrücken, da der Bergsteiger den Weg wieder finden konnte. Am Donnerstagnachmittag versorgten das Berchtesgadener Rote Kreuz „Christoph 14“ einen an der Jennerbahn abgestürzten Gleitschirm-Piloten (zum Bericht). red/BRK BGL