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17 Gartenbesitzer in Hainham und Högl öffneten Türen

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17 Gärten konnten die Besucher anlässlich des Tags der offenen Gartentür anschauen. In einem befand sich auch dieser wunderbare Gartenteich. (Foto: Dumberger)

Anger – Traumhaftes Wetter, blühende Gartenparadiese, schattige Plätze zum Rasten und der herrliche Blick auf die Berge: Es hätte nicht schöner sein können beim im Berchtesgadener Land nur alle drei Jahre stattfindenden Tag der offenen Gartentür – dieses Mal in Hainham und Högl bei Anger. Die Besucher hatten die Gelegenheit, 17 Gärten zu besichtigen.


Der Tag begann mit einem Gottesdienst im Garten von Hildegard Steinbrecher. In seiner Predigt machte Pater Ionel Anghel die Gläubigen auf das wunderbare Reich aufmerksam, das ihnen von Gott anvertraut wurde. Bei der Pflege der Schöpfung gehe es um die Erfüllung eines Urauftrags. Diese Aufgabe haben nicht nur die Bauern, sondern jeder solle seinen Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung leisten.

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Nach dem Gottesdienst erkundeten die Besucher die Gärten. Es gab herrliche bunte Blumenbeete, Bauerngärten, Gemüsebeete und Obstbäume zu bewundern. Zudem sahen die Gäste lauschige Sitzplätze und ansprechenden Blumenschmuck an Häusern und Höfen. In einem Garten waren unzählige blaue Töpfe mit schönen Pflanzen und dekorativen Gartenelementen zu finden. Im Vorgarten einer Schneiderei hieß eine geraniengefüllte Lederhose die Gäste Willkommen. Sogar in einer alten Badewanne in einem Gemüsegarten blühten bunte Sommerblumen. Anderswo freuten sich die Gartenfreunde über imposant gewachsene Hortensien in voller Blüte.

Auf den Wegen durch das weitläufige Gelände tauschten sich die Gartenfreunde über die Eindrücke aus oder sprachen über eigene Gartenerfahrungen. Sehr beliebt waren auch die Schattenplätze. An einigen konnte man sich mit vom Gartenbauverein Anger angebotenen Speisen und Getränken stärken oder am Nachmittag Kaffee und Kuchen genießen.

Eine gute Möglichkeit zum Gedankenaustausch gab es auch auf der Höglstraße. Wenn sich auch mancher beim Hinaufspazieren unter schattenspendenden Bäumen etwas weniger Hitze wünschte, so lohnte sich der Weg allemal. Ein guter Grund war, dass dort die von den Angerer Grundschulkindern mit dem Gartenbauverein Aufham liebevoll gebastelten Vogelscheuchen in Reih und Glied standen. Zum anderen punkteten auch die höher gelegenen Gärten mit besonderem Reiz. Auf der einen Seite lockte das erfrischende Nass eines Seerosenteiches mit einem beeindruckenden Springbrunnen, auf der anderen Seite informierte der Bienenzuchtverein Piding-Anger über aktuelle und historische Imkerei auf einem schönen Hof mit eigener Marienkapelle.

Auf halber Höhe wurden die Besucher von einer kunstvoll aus Naturmaterial handgefertigten Familie in Lebensgröße empfangen, die auf einer Bank im Schatten eines Baums über herrlichen Blumenbeeten rund ums Haus thronte. An anderer Stelle konnten sich die Besucher an der Pestsäule über deren Geschichte informieren. Weitere Informationen gab es zur Geschichte der Höfe am Högl, zum Sandsteinabbau und zur Bedeutung des Högler Wappens. Dazu hatte der Heimatkundeverein Anger einige Schautafeln vorbereitet.

Für Gartenfragen jeglicher Art war der Stand des Kreisverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege das richtige Ziel. Dort lag jede Menge Informationsmaterial zum Mitnehmen bereit. Auch die Biosphärenregion Berchtesgadener Land war mit einem Informationsstand vertreten. Hier erfuhren die Besucher etwas über bienen- und schmetterlingsfreundliche Blühpflanzen und durften für die Teilnahme an einer Umfrage über die Vielfalt im heimischen Garten sogar eine Pflanze mit nach Hause nehmen.

Schließlich stellte sich mit Schautafeln auch der Gartenbauverein Anger vor, der den Tag der offenen Gartentür bestens organisiert hatte. Allerdings gelang das nur mit Unterstützung der Anwohner, die die Nutzflächen für Parkplatz, Gottesdienst und Bewirtung der vielen Gäste zur Verfügung stellten. sd

 

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