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19-Jährige grillen Würstel am Hochlerch und lösen Großeinsatz aus

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Foto: Symbolbild, pixabay

Marquartstein – Wegen eines nächtlichen Lagerfeuers am Hochlerch im Hochgerngebiet gingen am Sonntagabend bei der Polizei viele Mitteilungen ein. Besorgte Bürger beobachteten gegen 20.30 Uhr einen leichten Feuerschein an der Westflanke des Berges.


Der Deutsche Wetterdienst hatte für das Wochenende vor erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt, sodass davon ausgegangen werden musste, dass sich ein Waldbrand entwickeln könnte. Die Bergwacht Marquartstein rückte mit zehn Mann zur Suche nach dem Feuer aus und wurde dabei von zwanzig Mann der Freiwilligen Feuerwehr Marquartstein unterstützt.

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Da das Gebiet schwer zugänglich war, konnte das Feuer zunächst nicht lokalisiert werden. Erst kurz vor 23 Uhr fand man die Feuerstelle schließlich doch. Es handelte sich um ein Grillfeuer, das zwei 19-jährige ehemalige Schüler aus Marquartstein, die im Bereich des Ammersees wohnen, angezündet hatten, um ihre Würstel zu grillen.

Die Suche wurde durch die Tatsache erschwert, dass die beiden ihr Feuer bereits abgelöscht hatten, als sie merkten, dass die Suchmannschaften näher kamen. Die beiden wurden von der Bergwacht ins Tal gebracht und dort der Polizei übergeben.

Neben den erheblichen Kosten für den Rettungseinsatz erwartet die beiden eine Anzeige nach dem Bayerischen Waldgesetz, das es verbietet, im Wald und 100 Meter im Umkreis, ein Feuer zu entzünden. Selbst das Rauchen ist nach diesem Gesetz im Wald in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten, so die Polizei Grassau in ihrer Mitteilung.