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20 Jahre »Die Chiemseefischerl«

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Als Hauptdarsteller des Jubiläumsfests durften die Kinder des Seebrucker Kindergartens »Die Chiemseefischerl« vor großem Publikum schauspielern und singen. (Foto: Müller)

Seeon-Seebruck – Seit 20 Jahren gibt es in Seebruck den Kindergarten »Die Chiemseefischerl«. Das musste natürlich gefeiert werden. Auf die vielen Gäste wartete ein buntes Programm.


»Unser Kindergarten ist eine Besonderheit, denn wir haben nur eine Gruppe mit 25 Kindern und dies sorgt für eine ganz besondere, sehr familiäre Atmosphäre«, betonte Kindergartenleiterin Theresa Unterauer.

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In der Rückschau sprach sie von einer »Zeit der großen Gefühle und unbezahlbaren Begegnungen«. Besonders würdigte sie die Gemeinde für den Bau des Kindergartens, die Chiemgau- Stiftung für dessen Finanzierung und bis heute anhaltenden Unterstützung, den Kindergartenförderverein, die befreundeten Kindergärten in Truchtlaching und Seeon, den Bauhof und die Tourist-Information sowie die Ortsvereine für die gute Zusammenarbeit.

Der Vorsitzende der Chiemgau-Stiftung, Frank Kopperschmidt, blickte auf die Entstehungsgeschichte des »in Rekordzeit erbauten Kindergartens« zurück und sprach von einer »organisatorischen Meisterleistung« von Altbürgermeister Konrad Glück und seines Vaters Richard Kopperschmidt. Die Baukosten von 460 000 Euro habe die Stiftung übernommen und die Einrichtung auch in den folgenden 20 Jahren mit rund 65 000 Euro unterstützt. »Wir werden auch in Zukunft stets ein offenes Ohr für den Kindergarten haben«, versprach Kopperschmidt.

Die Seebrucker Landfrauen Tanja Christlhuber und Marianne Mayer überreichten der Kindergartenleitung 500 Euro aus Verkaufserlösen. »Wir machen eine Kinderkonferenz und besprechen, was wir mit dem Geld machen«, so Unterauer.

»Seit vielen Jahren arbeiten wir sehr gut mit dem Kindergarten zusammen«, betonte Diakon Georg Oberloher. Der Kindergarten sei ein Geschenk, denn hier dürften die Kinder nicht nur spielen, sondern könnten sich auch optimal entwickeln. »Wir Erwachsene sind oft berechnend, nachtragend und kalkulierend, Kinder sind das nicht. Da können wir viel von ihnen lernen und dadurch selbst wachsen und reifen«, gab Oberloher zu bedenken, bevor er im Beisein von Diakon-Praktikant Rainer Borgfeldt den Segen spendete.

Bürgermeister Bernd Ruth lobte den Kindergarten als »sehr gute Einrichtung mit einem tollen Team«. Er lobte auch die langjährige Kindergartenleiterin Andrea Kroiß. Für die Kinder sei es dort zwar nur ein kurzer, aber dafür umso wichtigerer Lebensabschnitt, betonte Ruth und wünschte für die Zukunft »alles Gute«. Zudem hoffte er, dass sich die im Zuge des Rathausneubaus zu erwartenden Einschränkungen für den Kindergarten in Grenzen halten werden.

Im Seebrucker Kindergarten helfen seit jeher alle zusammen, und so stand auch die Aufführung der Kindergartenkinder ganz im Zeichen von Freundschaft und Zusammenhalt. Drei tierische Darsteller erlebten gemeinsam eine Menge Abenteuer und schworen einander ewige Freundschaft. Beim Singen wurden sie von den Musikschülern von Erika Bernauer begleitet. Bernauer kümmert sich einmal wöchentlich im Kindergarten um die musikalische Früherziehung.

Große Augen gab es auch bei den Tanz- und Plattleinlagen der Kindergruppe des GTEV »Seerose« Seebruck. Jugendleiter Anton Mayer junior begleitete sie mit der Ziach. Applaus und Jubel gab es auch für die Nachwuchs-Tanzgruppen »Cool Kids« und »Powergirls« von Agnesa Kelmendi. Mit ihrem »Tanz dein Leben«-Programm sorgten sie für beste Stimmung. Kelmendi ging vor 20 Jahren selbst in den Seebrucker Kindergarten. Wie viele andere ehemalige Kindergartenkinder konnte auch sie sich auf einigen ausgehängten Gruppenfotos wiederfinden.

Irene Mayer gab das portugiesische Märchen »Der Prinz mit den Eselsohren« zum Besten. Bei der Feuerwehr Seebruck konnten Einsatzfahrzeuge inspiziert werden und auch die Spritzwand stand bei den künftigen Feuerwehrlern hoch im Kurs. Nebenan gab es Luftballontiere, Riesen-Holzbausteine, Sandkastenschatzsuche, Kinderschminken und Eis. Auch das Gästebuch wurde gut angenommen. Zum Festausklang sangen die Kinder noch ein Abschiedslied. mmü