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2:1 gegen Leverkusen - Starkes Frankfurter Comeback

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurt hat sich mit einem starken Auftritt in der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der Aufsteiger gewann völlig verdient mit 2:1 (0:1) gegen Bayer Leverkusen.

Eintracht Frankfurt - Bayer 04 Leverkusen
Martin Lanig (M) trifft per Kopf das 2:1 für Frankfurt. Foto: Arne Dedert Foto: dpa

Stefan Kießling hatte den viel zu abwartend spielenden Europa-League-Teilnehmer zwar in der 29. Minute mit einem Abstaubertor in Führung gebracht. Stefan Aigner (57.) und Martin Lanig (82.) belohnten mit ihren Treffern aber noch die sehr spiel- und laufstarke Leistung der Eintracht in dieser turbulenten Partie.

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«Wir haben in der zweiten Halbzeit eine richtig gute Moral gezeigt», lobte Eintracht-Trainer Armin Veh sein Team für eine «klasse Leistung». «Wir haben zu wenig nach vorne getan, vor allem weil wir auch den Platz gehabt hätten. Hinten haben wir zu viel zugelassen», bemängelte Kießling. Allerdings beklagte sich der Torschütze über eine vermeintliche Benachteiligung durch Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer in der zweiten Halbzeit. «Wir haben nicht gut gespielt, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Aber da hat er jeden Mist gegen uns gepfiffen.»

Das Spiel verlief genauso hitzig, wie es schon im Vorfeld diskutiert worden war. Nach einer Entscheidung des DFB-Sportgerichts durfte die Eintracht nur 26 500 Karten an ihre eigenen Fans verkaufen - inklusive der rund 1300 Bayer-Anhänger saßen am Samstag also nur 27 950 Zuschauer in einer halbleeren Arena.

Die sahen von Beginn an einen sehr engagierten und mit hohem Tempo und Risiko spielenden Aufsteiger, der schon in der Anfangsphase durch Takashi Inui (13.) und zweimal Alexander Meier (17./20.) mehrere gute Chancen besaß.

Die Fans sahen aber auch sehr schnell in Referee Kinhöfer ihren Buhmann. Nach einem Foul des Leverkusener Torwarts Bernd Leno an dem allein vor dem leeren Tor einschussbereiten Meier gab der Schiedsrichter in der 38. Minute zu Unrecht einen Abstoß, statt auf Elfmeter für die Eintracht und Rote Karte für den Keeper zu entscheiden. Die Hessen waren darüber so erbost, dass ihr Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen tobend von der Tribüne an den Spielfeldrand gelaufen kam. «Der Schiedsrichter hat Glück gehabt, dass wir gewonnen haben», sagte Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler.

Dabei spielten die Frankfurter genauso, wie sich dass ihr Trainer vorgestellt hatte. Veh stellte mit Kevin Trapp, Carlos Zambrano, dem Ex-Leverkusener Bastian Oczipka, Aigner, Inui und Olivier Occean gleich sechs Neuzugänge auf und gab zudem die taktische Anweisung, bitte nicht «30 Meter vor dem eigenen Tor darauf zu warten, dass wir einen reinkriegen».

Leverkusen spielte ob dieses Frankfurter Sturm und Drangs sehr abwartend, kam in einer Art Privatduell zwischen Kießling und Torwart Trapp aber auch zu guten Chancen (6./26.). Beim 0:1 sah der Keeper allerdings nicht allzu überzeugend aus, weil er einen Schuss von Karim Bellarabi genau vor die Füße von Kießling abwehrte.

Nach der Pause machte die Eintracht weiter Druck und wurde durch Aigners Ausgleich auch schnell belohnt. Der Spielverlauf ähnelte dem der ersten Halbzeit, beide Teams hielten sogar das hohe Tempo aufrecht: Frankfurt machte das Spiel, Leverkusen blieb gefährlich. Andre Schürrle (61.) und Kießling (79.) hätten den Favoriten in Führung schießen können, Occean (73.) und Rode (76.) den Aufsteiger.

Am Ende machte sich Vehs gutes Händchen bezahlt: Der eingewechselte Lanig traf nach einer Flanke des eingewechselten Stefano Celozzi. «Die SGE ist wieder da», sangen die Eintracht-Fans. Und Schwegler meinte: «Das war ein Ausrufezeichen.» Weitere sollen folgen.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 54 - 46

Torschüsse: 20 - 19

gew. Zweikämpfe in %: 53,7 - 46,3

Fouls: 15 - 22

Ecken: 6 - 7

Quelle: optasports.com