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2:1 in Mailand: VfL Wolfsburg im Viertelfinale

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Geschafft
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Die Spieler vom VfL Wolfsburg haben es ins Viertelfinale der Europa League geschafft. Foto: Matteo Bazzi Foto: dpa
Torschütze
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Wolfsburgs Daniel Caligiuri feiert seinen Treffer zum 1:0 gegen Inter Mailand. Foto: Peter Steffen Foto: dpa
Dran
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Wolfsburgs Keeper Benaglio kann ein Tor für Mailand verhindern. Foto: Matteo Bazzi Foto: dpa
Instruktionen
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VfL-Keeper Dieter Hecking (l-r) gibt Luiz Gustavo und Ricardo Rodriguez Anweisungen. Foto: Peter Steffen Foto: dpa
Attacke
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Kevin De Bruyne (r), im Ballbesitz, wird von Mailands Davide Santon angegriffen. Foto: Peter Steffen Foto: dpa
Gehalten
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Auch Mailands Mittelfeldspieler Freddy Guarin (M) scheitert an Wolfsburgs Keeper Benaglio. Foto: Matteo Bazzi Foto: dpa
Gegentreffer
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Rodrigo Palacio hat zum 1:1 für Mailand ausgeglichen. Foto: Peter Steffen Foto: dpa
Abschluss
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Nicklas Bendtner (r) erzielt kurz vor Abpfiff den Treffer zum 2:1-Sieg. Foto: Matteo Bazzi Foto: dpa

Mailand (dpa) - Angeführt vom Ballvirtuosen Kevin De Bruyne hat der VfL Wolfsburg seine internationale Reifeprüfung in San Siro mit Bravour bestanden.


Eine Woche nach dem 3:1-Sieg vor heimischem Publikum gewann der Bundesliga-Zweite am Donnerstag auch das Rückspiel bei Inter Mailand mit 2:1 (1:0) und erreichte zum ersten Mal seit 2010 das Viertelfinale der Europa League. Daniel Caligiuri (24. Minute) und Niclas Bendtner (89.) erzielten vor 42 000 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion die Tore für die Niedersachsen, bei denen Weltmeister André Schürrle wieder draußenblieb. Rodrigo Palacio bestrafte 19 Minuten vor dem Ende eine der Wolfsburger Nachlässigkeiten mit dem Ausgleich.

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»Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Wir dürfen nicht so vermessen sein, zu glauben, dass wir so ein Spiel total unter Kontrolle halten«, bilanzierte VfL-Sportchef Klaus Allofs im TV-Sender Kabel 1. »Wir wussten, was auf uns zukommt. Durch das frühe Tor haben wir Ruhe reinbekommen. Mit Kevin zusammenzuspielen ist ein Traum«, lobte Torschütze Caligiuri bei Sky seinen Nebenmann. »Die zweite Halbzeit hätte etwas souveräner sein können«, bemerkte Keeper Diego Benaglio, der mehrfach seine Klasse beweisen musste.

Ohne den Ex-Bayern Xherdan Shaqiri begann das in der Serie A auf Platz sieben abgerutschte Team von Roberto Mancini in dem Bestreben, in einer bisher verkorksten Saison die letzte Chance wahrzunehmen, rasant und druckvoll. Bei zwei guten Möglichkeiten durch Hernanes (9.) und Mauro Icardi (23.) war aber der Diego Benaglio im Wolfsburger Tor jeweils hervorragend auf dem Posten.

Doch der VfL hielt von Beginn an dagegen und erwies sich mit fortschreitender Spieldauer als das spielerisch reifere Team. Bas Dost (9.) bot sich die große Chance, schnell für Ruhe zu sorgen, als er alleine auf Inter-Torhüter Juan Carrizo zulief, doch der Niederländer vertändelte den Ball. Besser machten es die Gäste eine Viertelstunde später, als Caligiuri eine Hereingabe von De Bruyne zur verdienten Führung im Tor der Italiener unterbrachte. Der zur Zeit in überragender Form spielende Belgier war schon beim 3:1 im Hinspiel und beim 3:0 gegen Freiburg an allen Wolfsburger Toren entweder als Vorbereiter oder als Vollstrecker direkt beteiligt.

Mit der Führung im Rücken beherrschte der VfL das Geschehen gegen die im Europacup ohne Weltmeister Lukas Podolski spielenden Italiener fast nach Belieben. Eine starke Vorstellung lieferte vor allem Caligiuri, der weitere Pluspunkte im Duell mit Schürrle um einen Stammplatz im Team sammelte.

In der zweiten Halbzeit änderte sich am Spielgeschehen wenig: Der VfL bestimmte Tempo und Rhythmus der Partie, ließ bei seinen Kontern aber die letzte Konsequenz vermissen. Allerdings musste Benaglio bei gelegentlichen Unaufmerksamkeiten seiner Vorderleute auch weiter auf dem Posten sein. In der 65. Minute lenkte der Schweizer Nationalkeeper per Fußabwehr einen Schuss von Rodrigo Palacio um den Pfosten.

Sechs Minuten später bekam der VfL die Quittung für die nachlassende Konzentration, als Palacio nach einem Doppelpass zum Ausgleich traf. Auf der Gegenseite blieb Torjäger Dost erneut glücklos. Der Niederländer, der zum vierten Mal nacheinander ohne Treffer blieb, wurde nach gut einer Stunde durch Bendtner ersetzt, der in der Schlussphase mit dem zweiten Tor alles klar machte.

Hintergrund zum Spiel auf UEFA-Seite