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24 Stunden lang die Kunsteisbahn auf und ab

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Auch Rodellegende Sepp Lenz kam mehrmals an die Bahn, um den Radsportler Rainer Popp bei seinem Marathon-Projekt mental zu unterstützen. (Foto: privat)

Auch wenn Rainer Popp die von ihm anvisierten 15.000 Höhenmeter nicht ganz geschafft hat, so hat man den Extremradfahrer am Samstag im Festzelt beim Seefest frenetisch empfangen. Immerhin hatte sich der Schönauer 24 Stunden lang auf dem Beton der Kunsteisbahn im ständigen Auf und Ab abgestrampelt.


Am Ende standen 250 Kilometer Gesamtfahrstrecke, 13.000 Höhenmeter und 2100 Euro für bedürftige Einheimische zu Buche.

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Am Freitagabend war der sechsfache Radweltmeister in sein Marathonprojekt gestartet. Zahlreiche Fans an der Bahn motivierten den Extremsportler bis weit in die Nacht hinein. Auch aus dem Salzburger Raum waren Radsportbegeisterte und Freunde angereist, um Popp anzufeuern. Verpflegt und unterstützt wurde er von seiner Frau Heidi, seinem Sohn Florian und Jens Seidel. Auch der Fußballtrainer des TSV Berchtesgaden, Richard Hartmann, machte sich mit einigen Spielern nützlich.

Doch sie konnten Rainer Popp die Strapazen nicht nehmen. Vor allem die Monotonie des ständigen Auf und Ab, die Finsternis und zum Schluss die hochsommerliche Hitze machten dem Extremradfahrer zu schaffen. Zwei Stürze bergauf kamen noch dazu. »Du siehst stundenlang nur die Betonwände vor dir. Das macht dich fertig. Nachts ist es ganz schwierig, da auch die Steilwände nicht klar erkennbar sind. Dazu bekam ich nach zehn Stunden heftige Nackenprobleme und Verspannungen«, blickt Popp zurück. Man sei nur am Bremsen und dann wieder am Klettern.

Im Vorfeld hatte der Schönauer mit 15 000 Höhenmetern spekuliert, am Ende wurden es immerhin 13 000 Höhenmeter. Als Rainer Popp nach 24 Stunden aus der Bahn direkt ins Festzelt fuhr, wurde er von den beiden Moderatoren Wasti Rasp und Richard Ramsauer sowie einem begeisterten Publikum frenetisch empfangen. Die 2 100 Euro an generierten Spendengeldern werden demnächst an die Gemeindevertreter übergeben, um sie zu verteilen. cw