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Berufsfeuerwehrtag für die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Marktschellenberg

24 Stunden mit vollem Einsatz

Marktschellenberg – Die Freiwillige Feuerwehr Marktschellenberg hat Ende Juli für die Jugendfeuerwehr einen 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag organisiert.

15 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren sind heuer bei der Freiwilligen Feuerwehr Marktschellenberg. Auf Initiative des 2. Kommandanten Stefan Kandler und durch die gute Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrverein konnte die komplette Jugendgruppe mit neuen T-Shirts und Polohemden ausgestattet werden. Im Rahmen des 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtages überreichte Spender Michael Ernst die Geschenke an die Jugendgruppe. (Fotos: privat)

Dabei lernten die Jugendlichen einen ganzen Tag lang bei verschiedenen Ausbildungen und »Einsätzen« die Arbeit und Aufgaben einer hauptberuflichen Feuerwehr kennen.

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Der Berufsfeuerwehrtag startete am Freitag um 17 Uhr. Die Jugendlichen wurden eingewiesen und auf die Fahrzeuge aufgeteilt. Danach ging es mit einer Stationsausbildung über das richtige Vorgehen mit der Wärmebildkamera und die Geräteablage bei einem Verkehrsunfall los.

Kurz nach der Ausbildung erfolgte der erste Übungseinsatz. Vermisstensuche im Gastagweg bei der Schnitzerei Schwab. Der Einsatzleiter unterteilte die Fahrzeuge in verschiedene Abschnitte und ließ die insgesamt neun vermissten Kinder von verschiedenen Seiten aus suchen.

Nach einer kurzen Pause bei Familie Schwab ging es für die Jugendlichen schon zum nächsten Einsatz. Unklare Rauchentwicklung bei einem Anwesen in der Ettenberger Straße.

Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge war eine starke Rauchentwicklung im ersten Obergeschoss feststellbar. Die Jugendlichen bauten rasch eine Wasserversorgung auf, leuchteten die Einsatzstelle aus und drangen über zwei Leitern in das erste Obergeschoss vor, da alle Türen im Erdgeschoss verschlossen waren. Nach kurzer Zeit konnte der simulierte »Brand« gelöscht und das Gebäude belüftet werden. Nach diesem Einsatz kehrten die Jugendlichen ins Feuerwehrhaus zurück, die Einsatzbereitschaft wurde hergestellt. Die Jugendlichen und die Ausbilder übernachteten anschließend im Gemeindesaal.

Kurz nach dem Frühstück ertönte bereits wieder der Alarm. Eine eingeklemmte Person nach einem Arbeitsunfall bei Holzarbeiten am Ettenberg. Es stellte sich heraus, dass bei Holzarbeiten ein Traktor zwei Personen angefahren hatte. Eine Person war unter Baumstämmen sowie dem Frontlader eingeklemmt. Die zweite Person wurde bei dem Aufprall einen Abhang hinuntergestoßen und blieb verletzt liegen. Der Fahrer des Traktors saß noch mit einem schweren Schock auf dem Fahrersitz. Sofort wurde die Erstversorgung der Verletzten eingeleitet, das Fahrzeug gesichert, der Brandschutz sichergestellt und anschließend die Personen in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst gerettet. Nach dem Einsatz stellten die Teilnehmer die Einsatzbereitschaft her und überprüften Fahrzeug und Material.

Anschließend ging es zu zwei unterschiedlichen Einsätzen. Das HLF fuhr zu einem Mülltonnenbrand in die Scheffau, wo eine brennende Tonne mithilfe des Schnellangriffs abgelöscht wurde. Das LF8 fuhr zu einer »Ölspur« am örtlichen Bauhof. Dort musste die simulierte Ölspur gebunden werden. Im Laufe des Einsatzes wurde die Besatzung wegen eines Sturzes am naheliegenden Sportplatz alarmiert. Die verletzte Person wurde von den Jugendlichen erstversorgt und anschließend dem nachalarmierten Rettungsdienst übergeben.

Eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug zu befreien, will gelernt sein.

Nach einer längeren Pause ging es weiter zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person in Grödig. Die Jugendlichen stellten den Brandschutz sicher, erstellten eine Verkehrsabsicherung, unterbauten das instabile Fahrzeug und befreiten anschließend die zwei eingeklemmten Personen mit hydraulischem Gerät in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst.

Anschließend erfolgte die letzte Übung des Berufsfeuerwehrtages. Angenommen wurde ein Wohnungsbrand mit mehreren abgängigen Personen am örtlichen Kinderheim Bichlhof. Die Jugendlichen leiteten einen raschen Löschangriff ein, stellten die Wasserversorgung sicher, retteten alle sechs vermissten Personen, wobei eine Person über unwegsames Gelände abgestürzt und eine weitere Person zwischen Siloballen eingeklemmt war, und übergaben sie an den Rettungsdienst.

Bei dieser Einsatzübung wurden die Jugendlichen von den Jugendfeuerwehren aus Bischofswiesen und Schönau unterstützt. Abschließend fand eine Besprechung im Feuerwehrhaus Marktschellenberg statt. Christian Wagner, erster Kommandant der Feuerwehr Marktschellenberg, bedankte sich bei allen Beteiligten für diesen sehr gelungenen Berufsfeuerwehrtag. Mit einem gemeinsamen Grillabend beendeten die Teilnehmer den gelungenen 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag am Feuerwehrhaus Marktschellenberg. fb