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330 000 Euro für den Brandschutz

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Das Martin-Beer-Haus in der Salzburger Straße bekommt einen neuen Brandschutz für 330 000 Euro. Fraglich ist, wie die Finanzierung für zukünftige Baumaßnahmen abgewickelt werden soll. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Im Martin-Beer-Haus in der Salzburger Straße müssen Brandschutzmaßnahmen durchgeführt werden. Die Kosten in Höhe von 330 000 Euro werden zu einem großen Teil aus einer Spende beglichen. In Zukunft wird die Gemeinde zahlen müssen, wenn im Martin-Beer-Haus größere Baumaßnahmen anstehen. In der Verwaltung hofft man auf Spenden. Ohne diese wird das Wohnen in der vom Markt verwalteten Einrichtung mittelfristig teurer.


»Die Brandschutzmaßnahmen sind notwendig«, sagt Marktbaumeister Peter Hasenknopf. Nicht nur notwendig sind sie, sondern dringlich. Denn die Brandschutzoptimierung muss im nächsten Jahr erfolgen. »Wir sind verpflichtet, die Brandschutzverordnung zu erfüllen«, so Hasenknopf. Die Finanzierung erfolgt größtenteils über eine Sonderrücklage (293 000 Euro; Bruderhausstiftung). Die Spende war in der Vergangenheit bei der Gemeinde eingegangen.

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Geplant ist unter anderem die Errichtung eines großen Treppenturms, der sich über alle Geschosse des Martin-Beer-Hauses erstreckt. Als Fluchtweg soll der Turm später dienen, allerdings muss auch im Haus so manche Maßnahme erfolgen, um den Brandschutz künftig gewährleisten zu können: »Alle Stockwerke werden voneinander abgeschottet«, weiß der Marktbaumeister. Im Brandfall würde aktuell das gesamte Gebäude verraucht sein, eine Flucht wäre nur unter erschwerten Bedingungen möglich. In der Gemeindeverwaltung weiß man über diese Gefahren Bescheid, mittlerweile liegt ein Brandschutzkonzept vor, das alle Maßnahmen auflistet.

So müssen zunächst alle Stockwerke des Hauses getrennt werden: Alle Türen werden erneuert und neu eingefasst, um einen Rauchdurchzug zu verhindern. Auch die Abluftanlage soll für 60 000 Euro optimiert werden, die Löschwasseranlage wird ertüchtigt, die Elektroanlage ebenso auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Ausschreibung der Gewerke ist für Dezember geplant, Mitte Januar sollen die Aufträge von Gemeindeseite aus vergeben werden.

Nach Abschluss der Maßnahme existieren allerdings keine Rücklagen mehr für weitere Baumaßnahmen. »Wenn das Geld weg ist, muss die Gemeinde einspringen«, so der Geschäftsführer des Marktes Berchtesgaden, Anton Kurz. Allerdings gibt es mittelfristig keine weiteren Renovierungspläne. In der Gemeinde hofft man deshalb darauf, dass sich in der Zukunft erneut Spender finden, die die Bruderhausstiftung unterstützen.

Aktuell sind zwar keine Mieterhöhungen geplant – diese waren bereits mit der Renovierung mehrerer Wohneinheiten erfolgt –, trotzdem würde eine Erhöhung dann zur Sprache kommen, wenn die finanziellen Mittel erschöpft sind. »Ohne Spenden können wir auf lange Sicht nicht mehr den günstigen Wohnraum wie aktuell zur Verfügung stellen«, so Kurz. Kilian Pfeiffer

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