350 Liter für 28 Meter Maibaum

Staudach-Egerndach. Eine lange Reise hatte der Staudach-Egerndacher Maibaum hinter sich, als ihn die Burschen des Bergener Trachtenvereins gestern zurückbrachten. Harte Verhandlungen um das begehrte »Traditionsstangerl« folgten und Bürgermeister Hans Pertl stellte sich als zäher Verhandlungspartner heraus.

Nachdem die Bergener Trachtler die Auslöse für den Maibaum ausgehandelt hatten, wurde dieyser mit vereinten Kräften aufgestellt. (Foto: T. Eder)

Vor Wochen wurde der große Baum geschlagen und sollte dann eigentlich auch in der Gemeinde hergerichtet werden. Doch den Unterwössner Trachtlern gelang es, den Baum noch vor dem Herrichten in ihre Herrschaft zu bringen. So mussten die Staudach-Egerndacher ihren Baum in Unterwössen bearbeiten. Die Unterwössner halfen tatkräftig. Einmal aber versagte die Wache und es gelang tatsächlich den Bergener Burschen, den Staudacher Baum nunmehr den Unterwössnern zu stehlen.

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Der Vorsitzende der Bergener Trachtler, Martin Heigermoser, betonte, dass es nicht einfach gewesen sei, den aus den Fängen der Wössner entrissenen Stamm zwei Wochen zu bewachen und forderte für die 50 Burschen 1000 Liter Bier. Schließlich einigte man sich auf 350 Liter Bier und fünf Liter Wein für die Dirndln. Natürlich gab es auch eine Brotzeit für die starken Männer, die dann gemeinsam den 28 Meter langen Baum aufstellten.

Übrigens verzögerte sich die Ankunft der Bergener etwas, denn ihr Pferdefuhrwerk mit Baumanhänger hatte unterwegs einen Platten und so konnte erst mit einer Stunde Verspätung mit dem Aufstellen begonnen werden. Langweilig wurde es dennoch nicht, denn die Marquartsteiner Blasmusik sorgte für Unterhaltung der Staudach-Egerndacher Trachtenverein bewirtete die Gäste mit Brotzeiten, Bier, Kaffee und Kuchen. tb