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Schulamt Berchtesgadener Land begrüßt und vereidigt Lehrkräfte im Landratsamt

37 neue Lehrer für Grund- und Mittelschulen

Bad Reichenhall – »Wir freuen uns, dass so viele von Ihnen hier sind und ihrer Berufung nachgehen«, begrüßte der stellvertretende Landrat Rudolf Schaupp insgesamt 37 Lehrer im Großen Sitzungssaal des Landratsamts. Manche beginnen im kommenden Schuljahr ihr Referendariat, andere haben es bereits hinter sich. Was alle gemeinsam haben: Sie unterrichten seit Dienstag an den Grund- und Mittelschulen im Landkreis.

Am Dienstag war nicht nur für viele Kinder im Landkreis der erste Schultag, auch 37 Lehrer starteten im Berchtesgadener Land in einen neuen Lebensabschnitt. Schulamtsdirektor Frank Thieser (r.) vereidigte gestern Vormittag die neuen Lehrer im Landratsamt. Mit dabei: Monika Ilg, Seminarrektorin für die Grundschulen (5. von rechts), stellvertretender Schulamtsdirektor Helmut Mayer, Personalratsvorsitzende Ingeborg Welzmüller-Krall und stellvertretender Landrat Rudolf Schaupp. (Foto: Drexler)

Zuvor schon vereidigte Schulamtsdirektor Frank Thieser einen Teil von ihnen. Die Gelegenheit nutzte er, um einen Rat für den neuen Lebensabschnitt mitzugeben: »Zeigen Sie Freude am Beruf und Wertschätzung anderen Menschen gegenüber.«

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In Vertretung von Landrat Georg Grabner hob Rudolf Schaupp im Anschluss die bevorstehenden Herausforderungen hervor. Mehr denn je komme es für die Lehrer darauf an, Verantwortung zu übernehmen.

Neben der Integration von Immigrantenkindern in den jeweiligen Klassen meinte er in diesem Zusammenhang auch den Fortbestand der Betreuung, beispielsweise was Mittags- und Ganztagsangebote betrifft, und die vertiefte Berufsorientierung. »Das wird nicht einfach, es gibt viel zu tun«, so Schaupp. Insgesamt 4 800 Schüler im Berchtesgadener Land waren im vergangenen Schuljahr in 230 Klassen eingeschrieben. Nun kommen 140 Schüler und fünf Klassen hinzu.

Er nutzte die Zahlen, um kurz auf seine eigene Schulzeit zurückzublicken: »Wir waren doppelt so viele. Nicht selten gab es 40 Schüler in einer Klasse.« Mit heute hingegen vergleichbar: Auch damals mussten zahlreiche Flüchtlingskinder integriert werden, wie Schaupp berichtete.

Den neuen Lehrern wünschte er, dass sie den Schülern das nötige Rüstzeug fürs Leben mitgeben und auf der anderen Seite »das Sittlich-Moralische unserer Gesellschaft« beibringen sollen. Es gehe dabei nicht nur um Kenntnisse von Wissen und Fakten, sondern auch darum, das Gelernte in »ethische Normen einzubinden«. Gerade deshalb müsse der Lehrer als Vorbild fungieren, Disziplin, Pflichtbewusstsein und Toleranz vorleben. »Wir leben in einer Gesellschaft, in der es sich zu leben lohnt, in der aber auch jeder seinen Beitrag leisten muss«, zog Schaupp ein Resümee.

Auch Personalratsvorsitzende Ingeborg Welzmüller-Krall wünschte den 37 neuen Lehrkräften einen guten Start. »Sie dürfen dort arbeiten, wo andere Urlaub machen«, sagte sie. Landkreis und Schulamt würden dazu beitragen, dass sich die Lehrer wohl fühlen und ihren Beruf optimal ausüben können. So könnten sie, falls angebracht, mit Verständnis rechnen und andererseits mit Beratung und Kompetenzen, die zur Seite stehen. »Beißen Sie sich durch. Es ist ein schöner Beruf«, gab Welzmüller-Krall, selber langjährige Mittelschullehrerin, den Neuankömmlingen mit auf den Weg. fed