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40, 25 und zehn Jahre beim Salzbergwerk

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Bergdirektor Peter von Pastor steckt Johann Pfnür das Grubenwehr-Ehrenzeichen in Silber an; im Hintergrund der zweite Geehrte, Peter Stanggassinger.
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Die 25er-Jubilare (v.l.) Anton Rasp, Eberhard Breu, Sebastian Brandner, Gotthard Moderegger, Josef Albrecht, Johann Köppl und Johann Pfnür sowie der 40er-Jubilar Anton Reichenberger (r.). (Fotos: Mergenthal)

Berchtesgaden – Ehrungen für langjährige Betriebsangehörige und Grubenwehr-Mitglieder gab es im Rahmen des Festakts unter Tage beim Bergfest des Salzbergwerks. Mit Markus Eberl von der Agentur für Arbeit würdigte Standortleiterin Natascha Groll 40, 25 und zehn Jahre Treue zum Betrieb. Bergdirektor Freiherr Peter von Pastor, Leiter des Bergamtes Südbayern, verlieh außerdem an Johann Pfnür und Peter Stanggassinger das Grubenwehr-Ehrenzeichen in Silber.


Neben der bekannten Bundesverdienstorden und dem »Silbernen Lorbeerblatt« ist das Grubenwehr-Ehrenzeichen eine der drei Auszeichnungen, die vom Bundespräsidenten gestiftet werden. Mit dieser Auszeichnung werden laut von Pastor Personen geehrt, die sich im Ernstfall unter Einsatz ihres eigenen Lebens neben ihrer harten Arbeit freiwillig und selbstlos einsetzen, um Gefahren unter Tage abzuwehren. Die Träger dieses Ehrenzeichens verkörpern die Werte der Pflichterfüllung, Solidarität, Disziplin, Leistung und Kameradschaft.

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Die Grubenwehr hatte sich erst heuer am 18. März bewähren müssen, als sie bei einem Arbeitsunfall einem verletzten Mitarbeiter Erste Hilfe geleistet und ihn zutage transportiert hatte.

Im laufenden Jahr werde die Südsalz GmbH, die in der SWS aufgehe, Geschichte sein, kündigte der Bergdirektor an. Verbunden sei diese Verschmelzung mit einer Umstrukturierung der internen Zuständigkeiten und Weisungsbefugnisse. In diesem Zusammenhang ermahnte von Pastor zu einer »eindeutigen Abgrenzung der Zuständigkeiten«. Der jüngste Arbeitsunfall sei an der Schnittstelle zwischen Untertagebetrieb und Besucherbetrieb geschehen, »und es zeigte sich, dass hier noch Bedarf zur Nachjustierung bestand«.

Die geehrten Grubenwehr-Mitglieder Johann Pfnür und Peter Stanggassinger sind beide seit 17. Februar 2000 in der Grubenwehr und im betrieblichen Alltag Fahrhauer.

Am längsten unter den Geehrten, nämlich 40 Jahre, ist Anton Reichenberger dabei. Er kam 1976 als Azubi-Schlosser ins Salzbergwerk und war als Schlosser, Maschinenhauer, Kraftwerksmaschinist und Tagwässerer tätig. Heute gibt er den Wässern über Tage die Richtung an. Ihr 25. Dienstjubiläum feierten acht Mitarbeiter. Die ersten drei Geehrten dieser Gruppe hatten als Schlosser über Tage begonnen: Sebastian Brandner kam dann über das Gästeführen als Aufsicht in die Gästeeinfahrt. Johann Köppl ist heute Meister in der Schlosserei unter Tage. Gotthard Moderegger blieb seinem Meister Franz Hallinger als dessen »rechte Hand« treu und ist in der Grubenwehr als Gerätewart tätig. Zunftknecht Josef Albrecht kümmerte sich um Vorbereitung und Dekoration für das Bergfest. Er war jahrelang Hauer unter Tage und ist heute Gästeführer. Eberhard Breu entwickelte sich vom Lehrhauer und Grubenschlosser zum Vorarbeiter in der Schlosserei unter Tage.

Matthias Köppl veränderte sich vom Lehrhauer zum routinierten Bohrspülwerksumbauer. Fahrhauer Johann Pfnür hat als Hauer 16 Schächte geteuft und war maßgeblich an der Wiedereinführung des Steinsalzes und der Konstruktion der Salzmühle beteiligt. Anton Rasp begann ebenfalls als Hauer und ist inzwischen begeisterter Gästeführer. Für zehn Jahre Betriebstreue wurden außerdem die Bohrhauer Johannes Hofreiter und Franz Palzer, Anton Stangassinger, Spülwerker und Rohrleger unter Tage, sowie Andrea Irlinger aus dem Salzshop ausgezeichnet. Veronika Mergenthal