weather-image
25°

550 Zuschauer bei »MINT begeistert«

Nach einer beeindruckenden »MINT begeistert«-Show bekamen die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klassen ihren wohl verdienten Applaus. Fotos: Anzeiger/Wechslinger
Vorbereitungen für den Hammerschlag auf den ziegelbewehrten Oberkörper von Schulleiter Andreas Schöberl.
Sitzen ohne Stühle kann man ohne weiteres, wie dieses Experiment eindrucksvoll zeigt Präsentiert wurde es von Schülern.

Berchtesgaden – Mit rund 550 Besuchern hat die große Wissenschaftsshow »MINT begeistert« im Gymnasium Berchtesgaden alle Erwartungen übertroffen. Unter dem Titel »Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik« präsentierten Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Studienrat Martin Hofreiter viele Experimente, die das Publikum – darunter auch 16 Schulleiter aus ganz Bayern – immer wieder zu Szenenapplaus hinrissen.


Nach der Begrüßung durch Schulleiter Andreas Schöberl führten Toni Jukic und Leon Rosenberger als Moderatoren gekonnt, sachlich, informativ und mit jugendlichem Esprit durch eine Wissenschafts-Show, die das Publikum fesseln sollte. Zunächst wurde es in der Aula stockdunkel und eine sehenswerte Ballettaufführung von vier jungen Damen stimmte auf »MINT begeistert« ein. Den ganzen Körper in »schwarz« getaucht, leuchteten alleine fluoreszierende Elemente, die von Kunstlehrerin Bettina Dolansky kreiert worden waren. Diese erste Sequenz machte neugierig auf das, was noch folgen sollte.

Anzeige

Immer wieder wurde in die wissenschaftlichen Vorführungen auch das Publikum eingebunden. Die vornehmlich sehr jungen Probanden hatten ihre helle Freude, an den Versuchen teilzunehmen. Beim »Mutprobenschlag« wählten die Moderatoren ihren Schuldirektor Andreas Schöberl, der mit Motorradhelm versehen und einem Brett am liegenden Körper einen Hammerschlag auf Ziegelsteine aushalten musste. Großen Eindruck machte auch das Spiel von Toni Jukic auf einer Lasergitarre. Was Statik bedeutet, bewiesen vier Testpersonen, denen der Stuhl unter dem Gesäß weggezogen wurde. Durch das gegenseitige Abstützen schwebte das Quartett förmlich in der Luft.

Eindrucksvoll war auch die Präsentation eines aus acht Personen bestehenden menschlichen Lautsprecherkabels. Dabei durchlief schwacher Strom die Testpersonen. Das Finale der MINT-Show bestand aus Flammen, Stickstoff und Feuerspucken. Zunächst begeisterten ein Flammenrohr und ein Feuertornado. In der Folge zeigten die MINT-Protagonisten, was man mit Stickstoff anstellen kann. Aus einem Eimer, in dem 196 Grad Kälte herrschte, wurden zerknüllte Luftballons genommen, die sich bei Wärme in Tierformen verwandelten. Schließlich zeigten die beiden Moderatoren als Feuerspucker, dass sie auch in jedem Zirkus einen Vertrag bekämen.

Nachdem die Veranstaltung bereits beendet war, gab es noch einen unerwartet lauten Finalknall. Ein Versuch hatte nämlich zunächst nicht geklappt, machte sich aber am Ende selbstständig, als das vorbereitete Ölfass doch noch implodierte. Mathematik- und Informatiklehrer Martin Hofreiter lobte nach der beeindruckenden Vorstellung die Schülerinnen und Schüler, die eine tolle MINT-Show präsentiert hatten. Tolle Arbeit geleistet hat im Hintergrund auch die Technik-Gruppe von Karl-Heinz Repscher. Und weil die Show allseits so gut ankommt, erfolgte seitens des Bayerischen Kultusministeriums bereits eine Einladung für 1. bis 3. November nach München, wo man sich wieder einem breiten Publikum vorstellen wird. Anzunehmen ist, dass die MINT-Ausstellung in nächster Zeit sogar noch ausgebaut wird. Dazu leistet das von Martin Hofreiter mitinitiierte Schülerforschungs-Zentrum Berchtesgadener Land einen wertvollen Beitrag. Christian Wechslinger