60, 70 oder gar 75 Jahre bei der DAV-Sektion Berchtesgaden: Ehrungen beim größten Verein im Landkreis

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Maria Rasp (l.) und Anneliese Metzenleitner sind seit 60 und 75 Jahren Mitglied.

Schönau am Königssee – Wer einmal dabei ist, bleibt es ein Leben lang. Diesen Eindruck erhält man bei der Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins, dem größten Verein im Berchtesgadener Land mit über 11 000 Mitgliedern, die aus allen Ecken Bayerns und sogar Deutschlands stammen. Geehrt wurden auf der Jahreshauptversammlung im Gasthof »Unterstein« etliche langjährige Mitglieder, unter anderem für 50, 60, 70 und 75 Jahre Zugehörigkeit zum Verein, die meisten aus der Region. Anneliese Metzenleitner aus Schönau am Königssee ist am längsten Mitglied.


Mit alten Bergfreunden über frühere Zeiten sprechen – diese Gelegenheit gab Vorsitzender Beppo Maltan den Sektionsmitgliedern, die im vergangenen Jahr wegen Corona auf eine Mitgliederversammlung verzichten mussten. Seit 146 Jahren besteht der Verein heuer, die Mitgliederzahl ist stetig gestiegen – nicht nur Einheimische traten dem Verein bei, sondern auch Bergsportbegeisterte aus dem Umland. »Die Beweggründe für einen Alpenvereinseintritt vor 50 oder 75 Jahren waren andere als heutzutage«, sagt Vorsitzender Beppo Maltan.

Heutzutage sind die Aktivitäten der Sektion Berchtesgaden vielfältig, es gibt Trailrunning, Speedrekorde, Boulder- und Kletterhallen, das E-Bike ist fester Bestandteil der Berchtesgadener Alpen. »Die DAV-Sektion ist Bergsteiger- und Naturschutzverein zugleich«, sagte Maltan und gab denjenigen einen Korb, die fordern, der DAV solle wieder »zu seinen Wurzeln« zurückkehren.

Bei den Zielen, die die Sektion Berchtesgaden in Zeiten wachsender Mitgliederzahlen verfolgt, würde der Fokus auf den Erhalt alpiner Infrastruktur gelegt, auf eine sinnvolle Lenkung der Besucher, zudem auf die Umweltbildung und die Jugendarbeit mit bis zu 300 Jugendlichen. »Dies verdeutlicht die Wichtigkeit der DAV-Sektion Berchtesgaden als Bergsport- und Naturschutzverband«, so Maltan. In Zukunft werde man zusätzliches Geld in die Hand nehmen müssen, denn »das alles ist nicht umsonst«. Mitglieder müssen zudem einen zweckgebundenen Klimabeitrag leisten, wobei noch nicht definiert ist, wofür die finanziellen Mittel zukünftig investiert werden.

Die Ehrungen

50 Jahre: Werner Boehm, Berchtesgaden; Peter Derr, Reichenhall; Marcus Ertl, Berchtesgaden; Michael Hasenknopf, Reichenhall; Brigitte Hinterseer, Berchtesgaden; Georg Hölzl, Berchtesgaden; Alfred Jahn, Bischofswiesen; Anton Keilhofer, Bischofswiesen; Hans Krafft, Bischofswiesen; Gottfried Moderegger, Reichenhall; Ursula Pfnür, Bayerisch Gmain; Johanna Resch, Ramsau; Rolf Schmid, Berchtesgaden; Michael Schwaiger, Schönau am Königssee, Angela Hollrieder, Bischofswiesen; Hans Irlinger, Schönau am Königssee; Franz Machata, Ramsau; Beppo Maltan, Schönau am Königssee;

60 Jahre: Manfred Angerer; Martin Brandner, Grabenstätt; Petra Beierl, Schönau am Königssee; Franz und Gerda Lochner, Schönau am Königssee; Peter Blechschmidt, Erlstätt; Martin Brandner, Grabenstätt; Manfred Braun, Berchtesgaden; Heidi Fuchslechner, Bischofswiesen; Annegret Gaffal, Bischofswiesen; Günter Glonecker, Schönau am Königssee; Leni Haimerl, Berchtesgaden; Michael Hohlfeld, Berchtesgaden; Annemarie Kern, Reichenhall; Jakob Kranawetvogl, Marktschellenberg; Klaus Mühle, Berchtesgaden; Rolf Rühmer, Berchtesgaden; Georg Scherer, Schönau am Königssee; Horst Schröter, Anger; Josef Seipel, Schönau am Königssee; Josef Stocker, Marktschellenberg; Maria Rasp, Schönau am Königssee; Doris Steinbacher, Schönau am Königssee.

70 Jahre: Ludwig Fegg, Freilassing; Jürgen Geilich, Berchtesgaden; Reinhold Kamm, Reichenhall; Berta Mattusch, Schönau am Königssee

75 Jahre: Fritz Druf, Bischofswiesen; Josef Höller, Ramsau; Anneliese Metzenleitner, Schönau am Königssee. Kilian Pfeiffer