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60 bestätigte Coronafälle im Landkreis – Vier Infizierte bereits genesen

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Corona Berchtesgaden: 60 bestätigte Virusfälle im Landkreis – Vier Infizierte bereits genesen
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Die Aufnahme unter einem Elektronenmikroskop zeigt das Virus, das COVID-19 verursacht. (Foto: Uncredited/NIAID-RML/via Ap/dpa)

Berchtesgadener Land – Insgesamt 60 bestätigte Coronafälle gab es am Donnerstag (Meldestand: 15 Uhr) im Landkreis Berchtesgadener Land. Davon sind mittlerweile vier Patienten genesen und aus der Quarantäne entlassen worden. Das teilte das Gesundheitsamt im Landratsamt mit.


Damit sind im Vergleich zum Vortag zwölf neue Fälle hinzugekommen. Alle infizierten Personen werden medizinisch behandelt und befinden sich in Quarantäne. Außerdem stehen sie im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Aktuell befinden sich im Landkreis Berchtesgadener Land sechs Patienten in stationärer Behandlung, davon drei Patienten auf der Intensivstation, allerdings ohne Beatmung. Weitere 301 direkte Kontaktpersonen sind in häuslicher Quarantäne. 

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Im Landkreis Traunstein gibt es mittlerweile insgesamt 145 Corona-Fälle – hier konnten zehn Infizierte bereits wieder entlassen werden (Stand: Donnerstag, 15 Uhr).

Entsorgung von kontaminierten Abfällen 

Wenn Menschen mit Verdacht auf COVID-19 oder mit leichten Symptomen zuhause unter Quarantäne gestellt werden, fallen natürlich auch Abfälle an, die mit dem Coronavirus kontaminiert sein können. Das Landesamt für Umwelt (LfU) informiert mit speziellen Infoblättern über deren richtigen Umgang. 

Der Schutz des Personals der Abfallentsorgung und die Eindämmung des dynamischen Infektionsgeschehens haben höchste Priorität. Aus diesem Grund sollten Haushalte mit ambulant betreuten COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten die Abfallsammelsysteme zur getrennten Erfassung von Wertstoffen (zum Beispiel Papiertonne, Biotonne, Gelber Sack) nur eingeschränkt nutzen. Für diese Haushalte gilt: Im Zweifelsfall über den Restabfall entsorgen. Besonders trifft dies auf benutzte Papiertaschentücher zu, diese müssen unbedingt über die Restabfalltonne entsorgt werden. 

Weiterhin ist laut Gesundheitsamt darauf zu achten, Abfälle nicht lose in die Restabfalltonne zu geben. Stattdessen sind diese zuvor in stabile Abfallsäcke zu sammeln und vor der Entsorgung fest zu verschließen, zum Beispiel mit Knoten oder Kabelbindern. Die Behandlung des Restabfalls in der Müllverbrennungsanlage gewährleistet eine sichere Zerstörung bei sehr hohen Temperaturen bis zu 1100 Grad Celsius. Glasabfälle können aber wie bisher getrennt über die Glascontainer entsorgt werden. Alle übrigen Haushalte – ohne COVID-19-belastete Abfälle – sollen weiter getrennt wie bisher entsorgen, um die Entsorgungskapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen nicht unnötig zu belasten. 

Änderungen beim ÖPNV 

Aufgrund der aktuellen Situation ergeben sich Änderungen im Linienverkehr der Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO). Die Busse der RVO im Landkreis Berchtesgadener Land, die an Sonn- und Feiertagen verkehren, werden ab Montag, 30. März, bis auf Weiteres eingestellt. Diese Entscheidung wurde in Abstimmung mit dem verantwortlichen Aufgabenträger getroffen. Somit können dann folgende vier Gemeinden an Sonn- und Feiertagen nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden: Anger, Marktschellenberg, Saaldorf-Surheim und Schneizlreuth. Die Fahrpläne und weitere Informationen rund um die RVO gibt es unter www.rvo-bus.de

Änderungen beim Schienenverkehr 

Auch beim Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erwartet Fahrgäste in Coronavirus-Zeiten ein geänderter Fahrplan: Die Berchtesgadener Land Bahn (BLB) hat seit Mittwoch, 25. März, den Betrieb der zwischen Freilassing und Bad Reichenhall Hbf pendelnden S3 bis auf weiteres ersatzlos eingestellt, die S4 zwischen Freilassing und Berchtesgaden fährt weiterhin regulär. Somit wird jetzt die gesamte Strecke Freilassing-Berchtesgaden im Stundentakt über die S4 bedient und als Einschränkung ist jetzt die Reduzierung des Halbstundentakts zwischen Freilassing und Bad Reichenhall Hbf auf einen Stundentakt zu beachten, siehe auch www.blb.info

Die Bayerische Oberlandbahn fährt ab sofort mit den Meridian-Zügen wieder über die Grenze von Freilassing nach Salzburg Hbf. Die Südostbayernbahn teilt auf ihrer Internetseite mit, dass seit 16. März alle Züge auf der Bahnverbindung Mühldorf-Salzburg in Freilassing starten und enden. Vorerst bis 5. April wird die Strecke Freilassing-Salzburg Hbf von der Südostbayernbahn nicht bedient. 

Bei der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) gibt es die Einschränkung, dass seit 23. März auf den ÖBB-Linien Freilassing-Braunau, Freilassing-Linz und Freilassing-Saalfelden weitgehend der Sonntagsfahrplan vorerst bis einschließlich 13. April gilt. fb

Infektionen im Landkreis Traunstein

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