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62 Kfz-Mechatroniker wurden freigesprochen

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Bei der Freisprechungsfeier des Prüfungsbezirks Traunstein und Berchtesgadener Land der Kfz-Innung München-Oberbayern ehrten Obermeister Johann Bader (rechts) und Ehrenobermeister Karl Burghart (links) die Prüfungsbesten. Unser Foto zeigt Ausbilder Georg Geserer (von links) von H & W Autoelektrik Traunstein sowie die Prüfungsbesten Michael Bierl, Jacobo Kasumba und Moritz Lehmann. (Foto: Buthke)

Wonneberg – Bei einer Feier im Landgasthaus Alpenblick in Weibhausen sprach der Obermeister der Kfz-Innung München-Oberbayern, Johann Bader, die erfolgreichen Teilnehmer an der Gesellenprüfung zum Kfz-Mechatroniker im Prüfungsbezirk Traunstein und Berchtesgadener Land nach alter Tradition von den Verpflichtungen ihrer Lehrzeit frei. Laut Christian Maier, Vorsitzender des Prüfungsausschusses Traunstein-Berchtesgadener Land, haben die Gesellenprüfung im Winter 53 und im Sommer neun Auszubildende bestanden.


»Wir sind stolz auf Euch alle, da Ihr die Herausforderung eines immer schwieriger werdenden Berufs auf euch genommen habt«, sagte Maier. Prüfungsbeste waren Michael Bierl von der Firma H & W Autoelektronik in Traunstein, Julian Geistlinger von der Firma Mathias Höfler in Berchtesgaden, Lukas Herschke von der Firma A.T.U. in Traunstein, Jacobo Kasuma vom Autohaus Huber in Bad Reichenhall und Moritz Lehmann vom Autohaus Osenstätter in Traunstein.

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In Oberbayern würden mehr als die Hälfte aller bayerischen Neufahrzeuge zugelassen und ein Drittel des Gebrauchtwagenhandels in Bayern abgewickelt, sagte Ehrenobermeister Karl Burghart. Dementsprechend hoch sei der Bedarf an Service, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Dieser Bedarf werde von rund 2000 Autohäusern und Kfz-Werkstätten der Kfz-Innung München-Oberbayern abgedeckt. »Davon befinden sich in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land allein 172 Innungsbetriebe«, so Burghart.

In ganz Oberbayern wurden seinen Worten zufolge im Herbst über 1400 Auszubildende eingestellt. Auf die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land entfallen davon 62 neue Ausbildungsverhältnisse. Über alle Ausbildungsjahre hinweg bildet das Kfz-Gewerbe in diesen Landkreisen rund 300 junge Leute aus.

Das Kfz-Gewerbe sei nicht nur attraktiv und innovativ, sondern auch krisenfest, betonte der Ehrenobermeister. »Ein engagierter, gut qualifizierter und zuverlässiger Kfz-Mitarbeiter wird nicht arbeitslos.« Mit dem heutigen Tag sei nicht mehr der Meister für ihre Arbeit verantwortlich, sondern er vertraue ihren handwerklichen Fähigkeiten, ihrer Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit. Und auch die Kunden vertrauten darauf, dass sich jemand um die Elektronik, die Bremsen, Lenkung oder andere sicherheitsrelevante Komponenten am Auto kümmere, dem Qualität und Sorgfalt über alles gehe, wenn sie ihr Auto im Betrieb abgeben.

»In Ihrer Lehrzeit haben Sie gemerkt: Es bedarf Fachkenntnis, handwerkliches Können, viel Übung, Durchhaltevermögen und Fleiß für Ihren Beruf«, erklärte der stellvertretende Landrat Andreas Danzl. Ihre Qualität als Fachkraft sei gefragt. Diese Qualität werde sich immer durchsetzen. Das Handwerk gehöre zu den Grundpfeilern unserer Wirtschaft und Gesellschaft. »Fast 3000 Handwerksbetriebe bilden die solide Basis in unserem Landkreis«, unterstrich Danzl.

Die bestandene Gesellenprüfung sei ein Anfang für neue Freiräume, Möglichkeiten und Perspektiven. »Nutzen Sie Ihre Potenziale an Begabung und Leistungsbereitschaft, denn unser Bildungssystem gibt Ihnen mit der Meisterprüfung, ein späteres Studium oder Fort- und Weiterbildung die besten Chancen dazu«, betonte der stellvertretende Landrat.

Über einen neuen Jahrgang sehr gut ausgebildeter Gesellen freute sich der stellvertretende Kreishandwerksmeister Thomas Aigner von der Kreishandwerkerschaft Traunstein-Berchtesgadener Land. Hinter ihnen lägen Jahre harten Lernens, denn ihr Beruf erfordere viel Geschick und Knowhow. Ihre Persönlichkeit aber werde durch Arbeit und Leistung geformt. Mit Abschluss der Ausbildung hätten die Jung-Gesellen eine neue Stufe des Erwachsenwerdens erreicht.

Aigner betonte weiterhin, wie wichtig es sei, dass junge Menschen eine Ausbildung machten, damit die Handwerksbetriebe in den beiden Landkreisen die dringend notwendigen Fachkräfte bekämen. Ein erlernter Beruf sei eine solide Grundlage für das Arbeitsleben.

Der neue Schulleiter der Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing, Oberstudiendirektor Hermann Kunkel, lobte die Jugendlichen für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Schule und den Ausbildern in den Betrieben. Er freute sich, dass seit diesem Schuljahr auch Kfz-Mechatroniker für System- und Hochvolttechnik ausgebildet werden. »Dies passt in die Zeit«, sagte Kunkel. Seine Schule habe sich deshalb die Elektrotechnik auf die Fahne geschrieben. Bjr