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96-Präsident Kind: Über Grüne Karte nachdenken

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Hannover-Präsident
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96-Chef Martin Kind spricht sich für die Einführung einer Grünen Karte aus. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Hannover (dpa) - Die umstrittene Gelb-Rote Karte für Szabolcz Huszti von Hannover 96 hat eine Diskussion um Zeitstrafen im Fußball ausgelöst. 96-Präsident Martin Kind sprach sich für eine «Grüne Karte» aus, mit der ein Spieler verwarnt und für eine bestimmte Zeit vom Platz gestellt werden könnte.


«Schlimme Fouls und Trikotausziehen werden gleichgesetzt und mit Gelb bestraft. Dann müssen sie eben noch eine Grüne Karte für leichtere Vergehen einführen», sagte Kind in der «Bild-Zeitung».

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Die Erfolgschancen seines Vorschlages stufte der innovationsfreudige Unternehmer allerdings als sehr gering ein. «Es handelt sich um eine Idee, die wohl gleich im Papierkorb landen wird», sagte Kind. Er verwies andererseits auf die vielen Änderungen, denen der moderne Fußball unterworfen sei. «Man muss Veränderungen gestalten und dazu auch Änderungen im Regelwerk vornehmen», argumentierte der Chef des Bundesligaclubs.

Mittelfeldspieler Huszti hatte vorigen Samstag nach seinem Siegtor zum 3:2 gegen Werder Bremen zunächst sein Trikot ausgezogen und war danach auf den Zaum geklettert. Dafür sah er in der Nachspielzeit die Gelb-Rote-Karte. Einen Einspruch gegen die Sperre für das nächste Sonntag-Spiel bei 1899 Hoffenheim hatte das DFB-Sportgericht abgewiesen.