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Äpfel gab's in Hülle und Fülle

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Kronprinz Luitpold, Boskop oder Schöner von Wiltshire: Äpfel in Hülle und Fülle wurden beim Traunsteiner Apfelmarkt zum Verkauf angeboten. (Foto: Buthke/Wannisch)
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Kreisfachberater Markus Breier (links) bestimmte am Stand des Landratsamts alte Apfelsorten.

Traunstein – Äpfel in Hülle und Fülle gab es beim 17. Traunsteiner Apfelmarkt, den die Stadt Traunstein wieder gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Traunstein und dem Bund Naturschutz auf dem Stadtplatz veranstaltete.


Die Freude über die üppige Apfelernte auf den Streuobstwiesen in der Region trübte bei einigen Obstbauern allerdings die Tatsache, dass sie ihre Äpfel nicht oder nur schwer an die Käufer brachten. Einer brachte es mit seiner Aussage »heuer hot a jeder oa« auf den Punkt. Eine Frau berichtete sogar, dass sie ihre Äpfel an der Straße verschenkt.

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Die Eigentümer von Streuobstwiesen aus der Region hatten beim Traunsteiner Apfelmarkt wiederum die Möglichkeit, ihre vielfältigen Produkte und Erzeugnisse direkt zu vermarkten. Neben dem frischen Obst aus der Region boten etliche Verkäufer auch Produkte an, mit denen man Äpfeln veredeln kann: Saft, Most, Obstessig, Obstbrände und Liköre oder Dörrobst. Zum Verkosten gab es zudem schmackhafte Apfelkiacherl. Imker boten Honig aus der Region an. Wer noch nicht genügend Obstbäume hatte, der konnte sich mit jungen Ostbäumen eindecken.

Selbstverständlich gab es für die Besucher Informationen und Wissenswertes rund um den Apfel und den Naturschutz zuhauf, um auf die Bedeutung des Streuobstanbaus, der Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten darstellt und zudem die heimische Kulturlandschaft nachhaltig prägt, in aller Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Dafür standen Mitglieder des Landschaftspflegeverbands, des Bunds Naturschutz und des Forums Ökologie mit Rat und Tat zur Verfügung. Die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege stellte eine große Anzahl verschiedener Apfelsorten vor. Dort bestimmten auch Markus Breier und Georg Unterforsthuber eine Vielzahl von mitgebrachten Äpfeln und Birnen. Außerdem wurden Interessierte über den Obstanbau, die Pflanzung und Pflege von Obstbäumen informiert.

Auch für die Kinder war wiederum einiges geboten. Sie konnten zum Beispiel Saft pressen, eine Apfelschälmaschine bedienen oder ein Vogelhäuschen bauen. Pfadfinder machten auf ihre Tätigkeit aufmerksam. Bjr