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Österreicher ermordet offenbar Nebenbuhler und springt dann vor Zug

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Polizeiabsperrung
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Absperrung der Polizei. Foto: Patrick Seeger/Archiv Foto: dpa

Kirchberg/Oberndorf – Ein 51-jähriger Österreicher sprang am Freitag in Oberndorf vor einen fahrenden Zug und starb. Wenig später fanden Ermittler in seinem Haus eine Leiche. Die Behörden gehen von Mord und Selbstmord aus.


Zwei schreckliche Todesfälle – ein Tötungsdelikt und ein Selbstmord – erschüttern seit gestern das Tiroler Unterland. Gegen 21.30 Uhr verübte ein 51-jähriger Österreicher im Gemeindegebiet von Oberndorf Suizid, indem er vor einen herannahenden Zug sprang. Im Rahmen von weiterführenden Ermittlungen wurde gegen Mitternacht in einer Wohnung in Kirchberg die Leiche eines 63-jährigen Österreichers gefunden.

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Aufgrund der Situation vor Ort gehen die Behörden davon aus, dass der Mann einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist und dass zwischen den beiden Todesfällen mit großer Wahrscheinlichkeit ein Zusammenhang besteht. Die Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt Tirol durchgeführt. Eine Obduktion der Verstorbenen wurde bereits angeordnet.

Eine 50-jährige Frau aus Ellmau hatte am Abend die Polizei alarmiert, nachdem ihr Mann gedroht hatte, sich umzubringen, so die Tiroler Tageszeitung in einem Bericht. Die Beamten konnten zwar noch das Handy des Mannes orten, da war es allerdings schon zu spät: Denn in diesen Minuten war in Oberndorf eine Person vor einen Zug gesprungen. Die Identität des Toten ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.

Am späten Abend meldete sich schließlich eine weitere Ellmauerin bei der Polizei: ihr Freund war nicht mehr erreichbar. In einer Wohnung in Kirchberg fanden Polizisten dann die Leiche des 63-Jährigen. Alls deute darauf hin, dass der Mann durch starke Gewalteinwirkung gestorben sei.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 51-Jährige zuerst den Liebhaber seiner Frau getötet habe und sich dann selbst das Leben genommen habe.

Pressemeldung der Polizei Tirol / red mit Infos der Tageszeitung Tirol