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Über 100 Floriansjünger übten rund um Chieming für den Ernstfall

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Fotos: FDLnews/Benje
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Chieming – Zu einem Übungsnachmittag mit mehr als 100 Einsatzkräften trafen sich am Samstag sämtliche Feuerwehren des Land 5 Bereiches der Kreisbrandinspektion Traunstein. Dieser Bereich umfasst alle Feuerwehren angefangen in Traunreut über Chieming und Traunstein bis nach Surberg.


Treffpunkt war das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hart bei Chieming. Jede Feuerwehr war mit einem Fahrzeug an der Übung beteiligt. Auch andere Hilfsorganisationen wie das THW, Malteser oder die Polizei waren mit dabei.

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Perfekt geschminkt hergerichtet wurden die Opfer von der realistischen Unfalldarstellung der Malteser. Wie bei solchen Übungen üblich, werden verschiedene Einsatzszenarien wie sie jederzeit eintreten können nachgestellt. Für jede Übung werden immer wieder unterschiedliche Feuerwehren zusammen gelost. Das soll die Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis untereinander fördern.

So galt es in einer Kiesgrube, ein verschüttetes Kind unter Geröll zu befreien. Hier zeigte gleich einmal die Polizei vollen Einsatz, da die Beamten als erstes am Unglücksort eintrafen. Sie zögerten keine Sekunde und begannen mit dem Graben. Erschwerend kam eine völlig durchgedrehte Mutter hinzu. Diese musste beruhigt und von der Unglückstelle ferngehalten werden. Da der verschüttete Junge kein Lebenszeichen mehr von sich gab, gehörte auch die Wiederbelebung zur Aufgabe.

An einer anderen Stelle galt es einen Containerbrand zu löschen und zwei Verletzte mit Brandwunden zu versorgen. Natürlich darf bei solchen Übungen ein Verkehrsunfall nicht fehlen. Solche Technische Hilfeleistungen sind zwischenzeitlich eine der häufigsten Einsatzgründe. Nahe Chieming galt es einen verunglückten Motorradfahrer, der mit einem Auto kollidiert war, zu versorgen. Aber auch ein Kohlenstoffdioxid-Notfall in einer Partyhütte forderten die Floriansjünger.

Bilder von den Übungseinsätzen:

Weitere Einsätze waren ein Forstunfall nahe Knesing, bei dem sich ein Forstarbeiter einen Finger mit der Motorsäge abgeschnitten hatte. Bei Hörpolding galt es dann eine verletzte Person zu bergen. Hier war Gefahrengut ausgetreten. Bei jeder dieser Übungen war ein großer Faktor die Zeit. Denn wie bei realen Rettungseinsetzen spielt hier jede Sekunde eine wichtige Rolle und entscheidet im Ernstfall über Leben und Tod.

Nach knapp vier Stunden pausenlosem Üben wurden dann alle Teilnehmer noch zu einer Brotzeit in das Gerätehaus in Hart eingeladen. Hier bedankten sich dann der Kreisbrandrat Christoph Grundner bei allen Beteiligten für ihren unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz. Da am Samstag auch der landkreisweite Jugendwerbetag stattfand, nutzten einige Feuerwehren wie Stein an der Traun die Gelegenheit und zeigten den interessierten Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehren gleich vor Ort.

FDLnews/Benje