Bildtext einblenden
Eine entspannte, gute Stimmung herrschte beim »Grimmig und grantig«-Festival im Bergener Kurpark. (Foto: T. Eder)

A grimmig guads Festival in Bergen

Bergen – Die Stimmung hätte nicht besser sein können beim »Grimmig und grantig«-Festival im Bergener Kurpark: das ideale Sommerwetter, die stimmungsvolle und abwechslungsreiche Musik, die perfekte Organisation und das kulinarische Angebot. Das zwei Jahre lange Warten auf das Festival hatte sich gelohnt, denn mit diesem Erfolg hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet.


Bildtext einblenden
Die Band "Big Treat" begeisterte auf der Hauptbühne vor großen, bunt gemischtem Publikum. (Fotos: T. Eder)

Der idyllisch gelegene Kurpark zeigte sich erneut als absolut perfekter Veranstaltungsort. Auf den zwei Bühnen traten im Wechsel über zwölf Stunden hinweg insgesamt 16 Bands auf; viele darunter aus der Region. Die Musiker genossen es sichtlich, nach so langer Zeit wieder vor Publikum auftreten zu können – ohne Sicherheitsabstand und Maske, dafür mit großer Hingabe und Begeisterung. Diese Stimmung auf der Bühne übertrug sich auf das Publikum – junge Leute und ältere Semester feierten gemeinsam dieses Festival. Auch Familien fühlten sich wohl.

Bildtext einblenden

Während vor den Bühnen getanzt wurde, entspannten auf einer Picknickwiese andere Gruppen auf ihren Decken und lauschten der Musik. Beim Spazieren durch das Festivalgelände fiel immer wieder auf, wie ruhig und gelassen die Gäste waren. Rund Tausend Besucher kamen den Tag über. Zum sechsten Mal wurde das Festival veranstaltet. Das Erste verhieß aufgrund der Wetterlage wenig Gutes. Damals im Mai, vor acht Jahren, regnete es in Strömen. Trotzdem kamen die Besucher – mit Regenschirmen und Gummistiefeln. Die positive Resonanz führte zu weiteren vier Festivals. Doch dann kam die Pandemie und damit die Zwangspause.

Bildtext einblenden

Zunächst wurde das Festival von einheimischen Musikern und Kulturförderern organisiert. Seit 2017 ist ein fünfköpfiges Organisationsteam verantwortlich. Dieses wird wiederum von rund 60 ehrenamtlichen Helfern unterstützt, die an ihren einheitlichen T-Shirts zu erkennen waren. Wie umfangreich die Organisation eines Festivals ist, erklärte Maria Kraus-Osenstetter für das Orga-Team. »Wir haben im Januar mit der Planung angefangen. Jeder von uns hatte seine Aufgabe. Am Freitag bei Regen haben wir gemeinsam mit unseren Helfern alles aufgebaut«, sagt sie lapidar, obwohl sehr viele Stunden Arbeit nötig waren, um das Fest auf die Beine zu stellen. Sie ist stolz auf das gesamte Team. Ihm war es wichtig, regionalen Bands und Liedermachern eine Bühne zu bieten. Unterschiedliche Musikrichtungen von Jazz, Pop, Soul, Rock'n Roll und Rock – für jeden Musikgeschmack war etwas dabei. Gesungen wurde auf bayerisch, österreichisch oder englisch.

Bildtext einblenden
Eine Kuh zu melken, erwies sich als nicht ganz einfach und doch wollte es fast jeder versuchen.

Unterstützt wurde das Festival von der Gemeinde Bergen. Eröffnete hatte das Fest die Musikkapelle Bergen. Auch die Tourist-Information half und stellte die Standl zur Verfügung. Die Fußballer beteiligten sich mit ihrem Grillstand. Auch ein kostenloser Fahrservice vom Bahnhof zum Festivalgelände wurde bereitgestellt. Fazit: »A grimmig guads, ausgelassenes, musikalisch überraschend und abwechslungsreiches, kulturell bereicherndes Festival. Nur das Grantig, das fehlte!«

Bildtext einblenden
Ungezwungen, auf Picknickdecken genossen die Festivalbesucher das "grimmig und grantig" Event im Kurpark.

Tamara Eder

Bildtext einblenden
Simone Berger aus Hammer auf der Trailerbühne unterhielt mit ihrer Gitarre das Publikum.