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A8: Mit selbstverordnetem Marihuana auf Europatour

Marihuana
Cannabisblüten liegen in einem Glas. Foto: Lino Mirgeler/Archiv Foto: dpa

Mittwochmittag auf der Autobahn A8 auf Höhe Bad Feilnbach - Die bayerischen Schleierfahnder der PI Fahndung Rosenheim stoppten einen Kleintransporter mit britischem Kennzeichen und unterzogen die beiden Insassen mit britischer Staatsangehörigkeit einer eingehenden Kontrolle.

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Zunächst verlief die Überprüfung ohne Auffälligkeiten. Der 61-jährige Fahrer, von Beruf Psychotherapeut, befand sich mit seinem 48-jährigen Freund, von Beruf Pfleger, mit wenig Barmitteln und hoher Motivation auf Europatour.

Im Laufe der Kontrolle stieg den Polizeibeamten ein verdächtiger Geruch in die Nase. Auf Befragen, ob sie Cannabis mitführten, rückten sie nach anfänglichem Zögern ihren „Reiseproviant“ heraus. Insgesamt 80 Gramm Marihuana!

Die Ware wurde von den Fahndern umgehend sichergestellt und die beiden Briten wegen Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht.

Der 61-jährige Psychotherapeut gab zu Protokoll, sich seit seinem 14. Lebensjahr mit Marihuana selbst zu behandeln. Somit wäre es seiner Meinung nach ein medizinisches Produkt. Diese Einschätzung teilten die Polizisten nicht.

Auch sein 48-jähriger Begleiter hatte eine eindeutige Meinung. Gefragt nach seinem täglichen Verbrauch antwortete er kurz und klar: „Zu viel!“

Nach Anzeigenerstattung und Unterzeichnung einer Zustellungsvollmacht konnten sie ihre Reise -ohne Marihuana- fortsetzen, da zumindest der Fahrer wohl „clean“ am Steuer saß.

Polizei Rosenheim