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Abriss und Neubau der Brücke am Kindergarten Winkl

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Noch stabilisieren provisorische Stützpfeiler die Holzbrücke am Kindergarten Winkl. (Foto: Patrick Vietze)

Bischofswiesen – Die Brücke am Kindergarten Winkl soll durch eine neue ersetzt werden. Das beschloss der Ferienausschuss in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag einstimmig. Die Arbeiten übernimmt eine hiesige Zimmerei. Das war den Ausschussmitgliedern in Zeiten von Corona besonders wichtig.


Anstelle des Gemeinderates werden derzeit alle wichtigen Entscheidungen in Bischofswiesen durch den Ferienausschuss getroffen. Er besteht aus insgesamt neun Verwaltungs- und Gemeinderatsmitgliedern. Das Bayerische Innenministerium hat empfohlen, bis Ende der Wahlperiode keine Stadt- oder Gemeinderatssitzungen abzuhalten.

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Die Brücke in Winkl ist ein 30 Jahre altes, baufälliges Holzkonstrukt. Provisorische Stützpfeiler halten das Bauwerk derzeit stabil. Bei Hochwasser würde die Brücke aber einstürzen. »Wir wollen die Sicherheit bei der Überquerung gewährleisten. Deshalb soll sie abgerissen und neu gebaut werden«, so Geschäftsleiter Rupert Walch.

Die Brücke steht oberhalb des Enziangrabens und verbindet die Strecke zwischen dem Kindergarten Winkl und dem Spielplatz für die Waldgruppe. Die Brücke soll so konstruiert werden, dass sie auch von kleineren Fahrzeugen befahren werden kann. So könnte der Hausmeister ohne Weiteres Geräte für den Spielplatzaufbau transportieren. Auch Rettungsfahrzeuge können den Platz ohne Umweg erreichen. Das Projekt soll zeitnah umgesetzt werden. Die Vergabe erfolgt an einen heimische Betrieb. »Wir müssen die örtlichen Betriebe in unsere Projekte einbinden. Sonst gehen nicht nur sie, sondern auch wir als Kommune bankrott«, betonte Bürgermeister Thomas Weber.

Aufgrund der aktuellen Situation sind die Richtlinien zur Bauvergabe gelockert worden. Die Gemeinde darf dieses Projekt nun ohne öffentliche Ausschreibung vergeben. »Das spart uns Zeit und macht den Vorgang leichter«, sagte Walch.

Für die Umgestaltung ist die »Zimmerei Pletzer« aus Bischofswiesen verantwortlich. Zimmerer Josef Pletzer konnte als Einziger einen zeitnahen Neubau garantieren. »Wir haben auch bei weiteren örtlichen Betrieben angefragt. Doch sie haben keine Kapazitäten«, so der Geschäftsleiter.

Für die Planung ist Hans Angerer von »Statik Angerer« zuständig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 60 000 Euro. Sollte alles nach Plan verlaufen, erfolgt der Abriss der Brücke bereits im Frühsommer. Patrick Vietze