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Abwechslungsreiches Literaturtreffen

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Moderator Michael Inneberger (von links) mit den Autoren Max Rubin, Gabriele Brunner-Huber und Karl-Heinz Austermayer.

Es war wohl genau das richtige Wetter für einen Literaturabend im Format »Lesen nach Los« im Traunsteiner Studio 16. Gut 35 Gäste und Mitglieder waren zu der Lesung gekommen, bei der es auch Grund zum Feiern gab: Der Verein der Chiemgau-Autoren hat im November seine erste Anthologie herausgegeben.


Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Geschichten und Gedichten mit dem Titel »Trotz. Kollaps. Schreiben.«, an der 19 Autoren bei den Chiemgauer Kulturtagen 2018 mitgeschrieben haben. Das erste Exemplar überreichte die Vereinsvorsitzende, Meike K.-Fehrmann, an Christian Hußmann vom Traunsteiner Landratsamt als Dankeschön für seine Unterstützung des Projekts.

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Weitere literarische Erfolge hatten auch zwei Chiemgau-Autorinnen: Armena Kühne-Enzinger hat es unter 470 deutschlandweiten Einsendungen mit ihrer Geschichte »Glockengasse 13« unter die ersten Acht des 2019 erstmalig ausgeschriebenen Literaturwettbewerbs »Grassauer Deichelbohrer« geschafft. Die Autorin und Volkskundlerin Ingeborg Schmid gewann mit der in kerniger Ötztaler Mundart geschriebenen Geschichte »Wenne hot augekleart augeheart?« (»Wann hat aufgeklärt aufgehört?«) den 3. Preis des österreichischen Franz-Stelzhamer-Wettbewerbs.

Bei den anschließenden Lesungen, begeisterte Karl-Heinz Austermayer, der in bairischer Mundart, passend zur Jahreszeit, die Gedichte »Herbstspaziergang«, »Föhn im Chiemgau«, »Saunaspaß«, »s'Kripperl unterm Herrgottswinkel« sowie eine Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive des Stalls vortrug, das Publikum.

Zwei weitere Autoren wurden unter den lesewilligen Gästen ausgelost: Max Rubin las aus seiner Autobiografie »Abenteuer« die Geschichte einer Urlaubsreise in den 90er Jahren, die von der Schweiz über Ungarn in die Ukraine führte und auf der er zusammen mit seiner Frau Inge und deren Freundin Frieda allerlei skurrile Situationen meistern musste. Gabriele Brunner-Huber las aus ihrem Buch »Stabil im Leben« über ihre Arbeit als Physiotherapeutin mit verhaltensauffälligen Jugendlichen.

Eine Weihnachtsgeschichte, eine launige Abenteuergeschichte gefolgt von einer Erzählung über muskuläre Zwiegespräche, die heilend wirken: Abwechslungsreicher kann ein Literaturtreffen nicht sein.

Im Anschluss wurden Vereinsthemen wie die Kulturtage 2020, an denen sich der Verein der Chiemgau-Autoren mit einem Projekt zum Thema »Frieden« beteiligen wird, diskutiert. Das nächste Literaturtreffen findet am 27. Januar im Studio  16 statt. fb